Die Neu-Schweizer rocken die Bühne

UNTERWASSER. Einer nach dem andern trudeln die Mitwirkenden kurz vor sieben Uhr abends zur Probe der «Schweizermacher» im Zeltainer in Unterwasser ein. Die Begrüssung ist freundlich, die Stimmung locker: Man ist per Du, ich eingeschlossen.

Martin Knoepfel
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Einer nach dem andern trudeln die Mitwirkenden kurz vor sieben Uhr abends zur Probe der «Schweizermacher» im Zeltainer in Unterwasser ein. Die Begrüssung ist freundlich, die Stimmung locker: Man ist per Du, ich eingeschlossen.

Man plaudert über dies und das, bevor die Probe beginnt. Einige verdrücken noch rasch ein Päckchen Pommes-Chips und trinken etwas Kühles, denn im Zeltainer ist es am Dienstagabend drückend heiss.

Viele Schweisstropfen vergossen

Eine der Schauspielerinnen hat die Idee, per Schlauch Wasser aufs Zeltdach zu spritzen. Das wirkt. Mindestens für die, die sich nicht auf der Bühne bewegen müssen, sind die Temperaturen nun erträglich. Die Schauspieler werden dagegen im Lauf des Abends noch viele Schweisstropfen vergiessen

Regisseur Daniel Koller lässt an diesem Abend erst die Schlusschoreographie üben, auch weil ich da bin. So kann ich Gruppenbilder mit allen oder fast allen Mitwirkenden schiessen. Die Kandidaten wissen im Stück vor der Schluss-choreographie schon, dass sie den begehrten roten Pass bekommen werden, und feiern das ausgelassen.

Choreographin Astrid Nigg zeigt die Schritte nach vorne, hinten, links und rechts. Jemand warnt vor herumliegenden Nägeln. Einige ziehen die Schuhe wieder an, andere tanzen weiter barfuss. Nagel findet offenbar keine Sohle, in die er sich bohren könnte. Nach kurzem Üben klappt die einfache Choreographie recht gut.

Videosequenz gedreht

Daniel Koller hat eine Idee, um die Schlusschoreographie zu modifizieren. Die Schauspieler sollen erst frei tanzen – «rockt die Bühne» – bevor sie sich zur vorher einstudierten Choreographie vereinigen.

Die Mitwirkenden haben offensichtlich Spass daran und bringen ihre Ideen ein. Das Ganze ergibt gleich noch eine kurze Videosequenz, dem Smartphone sei Dank.

Daniel Koller ordnet eine Pause an. Die ist hochwillkommen. Dann lässt er den Schweizerpsalm üben, mit der bekannten Melodie, zweistimmig und mit einem neuen Text aus seiner Feder, wobei die Metrik nicht ganz stimmt. Die Schauspieler müssen sehr rasch singen, wie in einem Rap. Das ist nicht einfach. Sehr rasch ist auch der Regisseur auf den Beinen. Er tigert von seinem Sitz hinten auf der Tribüne nach vorne zur Bühne, gibt Anweisungen, und tigert zurück, um die Musik neu zu starten. Nach einigen Versuchen klappt der Rap.

www.zeltainer.ch