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Die Nationalratswahlen interessierten in Ausserrhoden am wenigsten

Nach der Analyse der Wahlergebnisse zeigt sich: Trotz spannender Ausgangslage liess der Urnengang viele Stimmberechtigte kalt.
David Scarano/Natascha Arsic

In den letzten Wochen berichtete nicht nur die «Appenzeller Zeitung» ausgiebig über die Eidgenössischen Wahlen. Nach der Analyse der Wahlergebnisse zeigt sich: Trotz spannender Ausgangslage liess der Urnengang viele Stimmberechtigte kalt. In allen Kantonen ging die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2015 zurück – mit der Ausnahme von Appenzell Innerrhoden, wo sie dieses Jahr um 12 Prozentpunkte zugenommen hat.

Vor vier Jahren gingen in Innerrhoden nur 36,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger an die Urne. Dieses Jahr waren es 48,7 Prozent. In vier der sechs Bezirke nahm über die Hälfte der Bevölkerung am Urnengang teil. Der höchste Wert wurde in Gonten mit 54,9 Prozent, der tiefste in Oberegg mit 40,6 Prozent verbucht.

In Ausserrhoden fällt hingegen auf, dass die Beteiligung bei den Nationalratswahlen am geringsten war. Sie lag bei 41,3 Prozent. Bei den Ständeratswahlen war die Quote überraschenderweise höher, obwohl die Ausgangslage viel weniger Spannung versprach. Um zwei Beispiele aus den Gemeinden zu nennen: In Herisau und Lutzenberg war die Wahlbeteiligung bei den Ständeratswahlen um 6,6 Prozentpunkte höher als bei den Nationalratswahlen (Herisau 35,8 zu 42,4; Lutzenberg 34,5 zu 41,1).

Den tiefsten Wert überhaupt wies mit 33 Prozent bei den Nationalratswahlen erneut die Gemeinde Walzenhausen auf. Dies, obwohl auch zwei umstrittene kommunale Abstimmungen stattfanden. Typisch nicht nur in Walzenhausen ist aber, dass die gemeindespezifischen Sachvorlagen die Bürger deutlich mehr interessieren. In der Vorderländer Gemeinde betrug der Wahlanteil bei den Abstimmungen über die Reglemente 40,5 Prozent.

Den höchsten Wähleranteil aller Gemeinden erzielte Schwellbrunn mit der Sachvorlage zur Mehrzweckanlage Sommertal. 57,9 Prozent haben sich daran beteiligt. 57 Prozent waren es bei den Stände- und 50,9 Prozent bei den Nationalratswahlen.

SVP-Gemeinde Wolfhalden wählte Abderhalden

Bei den Kandidaten gab es vereinzelt Überraschungen. Wolfhalden hat den Ruf, eine SVP-Gemeinde zu sein. Am Sonntag sprachen sich aber 55,9 Prozent für die FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden aus. Am meisten Zuspruch erhielt die 41-Jährigen in Trogen. In der Mittelländer Gemeinde entschieden sich 69,7 Prozent der Wähler für sie.

Der wiedergewählte SVP-Nationalrat David Zuberbühler punktete vor allem im Hinterland. Den höchsten Wert erzielte er in Hundwil mit 76,5 Prozent. In seiner Gemeinde Herisau, der mit Abstand grössten im Kanton, holte er zwei Drittel der Stimmen.

Bei den Ständeratswahlen gab es keine Überraschungsmomente. Alle Gemeinden sprachen sich für die Wiederwahl Caronis aus. Am eindeutigsten entschieden sich die Teufner mit 79,5 Prozent der gültigen Stimmen für den 39-Jährigen. Den besten Wert erzielte Reto Sonderegger in Schönengrund mit 36,5 Prozent.

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