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«Die Nahrungssuche ist das Problem»

Nachgefragt

Die kalten Temperaturen machen nicht nur uns Menschen zu schaffen. Auch die Tierwelt ist von den Minusgraden betroffen. Der Präsident a.i. des Appenzeller Vogelschutzverbands Hans Walter Krüsi berichtet über die Schwierigkeiten, welche die Vögel in dieser Kälte haben.

Wie sind die Vögel von der Kälteperiode betroffen?

Die Kälte selbst ist für die meisten Vögel kein Problem. Die Mehrheit der einheimischen Vogelarten ist daran gewöhnt. Die starke und kalte Brise wird die Vögel etwas mehr fordern, aber sie sind durch Flaum und Federn gut geschützt. Lang anhaltendes nasskaltes Wetter wäre ein grösseres Problem. Die Futtersuche stellt momentan die grössere Herausforderung dar, weil der Boden gefroren ist. Vögel wie zum Beispiel Amseln, Drosseln und Stare, welche Früchte und angefaultes Obst aus dem Herbst, Würmer und Insektenlarven zu sich nehmen, weichen oft auf tiefer gelegene Gebiete aus. Da es letztes Jahr eine schlechte Obsternte gegeben hat, ist diese Futterquelle ohnehin schon mager. Am meisten Schwierigkeiten haben unsere kleinsten Vögel, wie das Wintergoldhähnchen und der Zaunkönig, da sie im Verhältnis zur Körpergrösse die grösste Oberfläche haben und damit am schnellsten Körperwärme verlieren. So lange es das Tageslicht erlaubt, müssen sie auf Futtersuche sein, um genügend Energie für die Körperwärme in der Nacht zu speichern.

Gibt es durch die Kälte Auswirkungen auf die Fortpflanzung?

Generell nicht. Gewisse Winterverluste treten jedes Jahr auf, denn nur die gesunden und robusten Vögel überleben diese doch harte Jahreszeit. Die kleinen Singvögel können diese Verluste aber kompensieren, weil die meisten Singvögel grosse Gelege anlegen und auch mehrere Bruten pro Jahr machen können.

Was können wir Menschen tun, um den Vögeln zu helfen?

Vogelhäuschen, an welche sich die Vögel bereits im Herbst gewöhnt haben, regelmässig mit Vogelfutter auffüllen. Ideal ist jetzt auch energiereiches Fettfutter, wie Meisenringe und Meisenknödel. Für Amseln und Elstern soll man den Kompost öffnen und ihnen mit Küchenabfällen eine weitere Futterstelle verfügbar machen. (cap)

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