Die Meglisalp serviert gute Laune

MEGLISALP. Wie jedes Jahr fand am Samstagabend die Stubete im Gasthaus Meglisalp statt. Das Ziel, die Gäste mit dem Quartett Holdrioo zu unterhalten, wurde auch dieses Jahr erreicht. Mit viel Stimmung und guter Musik zeigte sich die Bergwirtschaft von ihrer besten Seite.

Kevin Beining
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Für einmal mussten die Männer zu Hause bleiben. (Bild: Kevin Beining)

Für einmal mussten die Männer zu Hause bleiben. (Bild: Kevin Beining)

In den Bank- und Stuhlreihen finden sich Gäste von überall her. Sowohl Innerrhoder als auch «Auswärtige» aus dem Ausserrhodischen oder gar von Luzern. Das erste Mal an der Stubete ist Karin Koller mit ihrem Freund Gallus Neff. «Ich gehe jedes Jahr, wenn es passt», so Gallus Neff. Dieses Jahr konnte er auch seine Liebste für diesen Anlass begeistern. Aus Gais und Appenzell kommen Timo, Michael, Leo, Beat, Roland, Patrick und Fin. Sie gehen an die Stubete wegen der Stimmung und «der hübschen Mädchen». Sie wollen die Stubete in vollen Zügen geniessen und bis zum Ende feiern. Das letzte Jahr dauerte das Fest bis in die frühen Morgenstunden, «dann gab es irgendwann nichts mehr, doch durstig waren wir immer noch».

Die drei jungen Frauen Natascha Lyons, Irene Niederer und Suzanne Schuepfer besuchen die Stubete jedes Jahr. «An die Stubete auf der Meglisalp geht man wegen der guten Stimmung», sagt das Trio einhellig. Im Gasthaus Meglisalp wirtet Sepp Manser-Neff schon seit 1989. Der Gastwirt hat die Wirtschaft einst von seinem Vater übernommen. Die Gaststube liegt schon seit 1861 in Familienhand. Schon vom ersten Jahr an gab sich der Gastwirt grosse Mühe, eine schöne Stubete zu organisieren. Immerhin ist dies eine Tradition, die schon seine Vorfahren pflegten. Da es nicht die erste Stubete ist, «hält sich der Aufwand in Grenzen», so der gelernte Koch. «Das ganze Fest lässt sich dennoch nicht als Einzelkämpfer bewerkstelligen, da ist Teamgeist gefragt», ergänzt der Gastwirt. Schon alleine das Aufstellen des Zeltes und das Vorbereiten in der Küche hat etwa zwei bis drei Tage gedauert. Doch nicht nur die Gäste, auch das Personal umfasst Generationen. So arbeitet die Tochter von Sepp und Gaby Manser im Service, während der Sohn in der Küche dem Vater tatkräftig unter die Arme greift. «Dies ist schon immer so gewesen», so die Tochter Melanie Manser. Es sei schön, wenn man im eigenen Betrieb ein Fest mitorganisieren darf.

Schon zu früher Stunde war die Suche nach einem freien Platz eine «Sache von Beziehungen». (Bild: Kevin Beining)

Schon zu früher Stunde war die Suche nach einem freien Platz eine «Sache von Beziehungen». (Bild: Kevin Beining)

Nancy Monstein und Martin Elser aus Flawil wollten auch ans «Fest».

Nancy Monstein und Martin Elser aus Flawil wollten auch ans «Fest».

Auch junge Appenzeller durften an der «Stubete» nicht fehlen.

Auch junge Appenzeller durften an der «Stubete» nicht fehlen.