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Die Laad als «Erlebniswanderwelt»

Weil die Nesslauer Laad mehr als nur ein Randgebiet ist, nämlich eine durch die vielfältige Natur und Kulturobjekte geprägte Landschaft, soll sie der Bevölkerung vertraut gemacht und der Tourismus gefördert werden. Um diese Belange soll sich die neu gegründete IG Nesslauer Laad kümmern.
Olivia Hug
Seit Montagabend bilden sie den Vorstand der IG Nesslauer Laad (von links): Esther Stauffacher, Emil Rutz, Ursula Forrer, Felix Bischofberger, Samuel Häne, Reto Zingg und Kilian Looser. In der Mitte der Präsident von Toggenburg Tourismus Max Nadig, der den «Impuls» begrüsst. (Bild: Olivia Hug)

Seit Montagabend bilden sie den Vorstand der IG Nesslauer Laad (von links): Esther Stauffacher, Emil Rutz, Ursula Forrer, Felix Bischofberger, Samuel Häne, Reto Zingg und Kilian Looser. In der Mitte der Präsident von Toggenburg Tourismus Max Nadig, der den «Impuls» begrüsst. (Bild: Olivia Hug)

NESSLAU. Wollen die Laaderinnen und Laader ihre Heimat als wertvolle Kulturlandschaft vermarkten? Wollen sie einheimische und auswärtige Gäste vermehrt in die vielfältige Natur ihrer Umgebung locken? Wollen sie die Wanderwege vor ihrer Haustüre als familienfreundliches Wandergebiet für alle Sinne anpreisen? Wollen sie zusätzliche «Attraktionen» im Wandergebiet aufbauen? Wollen sie das (agrotouristische) Angebot ihrer bestehenden Gaststätten fördern?

Zentrale Fragen, mit denen sich die Einwohnerinnen und Einwohner der Nesslauer Laad am Montagabend im Buurebeizli Dergeten konfrontiert sahen. Dort wurde zu diesem Zeitpunkt die Gründung des Vereins IG Ökotourismus Nesslauer Laad angestrebt. Voraussetzung der erfolgreichen Gründung war, dass zumindest zwei Laaderinnen und Laader bereit sind, im Vorstand des Vereines mitzuwirken. «Ohne Antrieb aus der örtlichen Bevölkerung macht es keinen Sinn, ein ökotouristisches Projekt voranzutreiben», sagte Tagespräsident Felix Bischofberger, Kantonsrat aus Altenrhein und Inhaber der Sägerei Laad: «Sie müssen signalisieren, dass sie will.» Denn mit ihrem Beitritt in den Vorstand sagen die Laaderinnen und Laader gleichzeitig Ja zu sämtlichen Fragen.

Einheimische im Ehrenamt

Kurz darauf war die Gründung der Interessengemeinschaft beschlossen. Mit Esther Stauffacher als Vizepräsidentin sowie Ursula Forrer und Emil Rutz als Beisitzer haben drei Einheimische Einsitz im Vorstand. Ihnen zur Seite stehen im Amt: Ökoberater Reto Zingg als Beisitzer, dessen Mitarbeiter Samuel Häne als Aktuar und Gemeindepräsident Kilian Looser namens der Gemeinde als Kassier. Präsidiert wird der Verein IG Ökotourismus Nesslauer Laad von Felix Bischofberger. Gemeinsam mit Reto Zingg hat dieser den Anstoss zur Gründung des Vereins gegeben und damit das ökotouristische Projekt «Erlebniswandern in der Welt der Nagelfluh» auf Nesslauer Gemeindegebiet vorangetrieben. In der Nachbargemeinde Ebnat-Kappel wurde das Projekt bereits im April mit dem Bau des «Sinnäparks» lanciert (siehe Kasten). «Die Rückmeldungen in Ebnat-Kappel sind äusserst positiv», wusste Projektleiter Reto Zingg nach drei Monaten zu berichten.

Vorhandene Angebote stärken

Auf das ökotouristische Projekt, das Reto Zingg in die Wege geleitet hatte, wurde Felix Bischofberger – dessen Frau Vreni aus Nesslau stammt – an der Parlamentarier-Konferenz Bodensee vom vergangenen Oktober aufmerksam. Dort stellte Reto Zingg seine Idee der ökologischen und nachhaltigen touristischen Nutzung der rund um den Speer befindlichen Kulturlandschaft vor. Der Altkantonsratspräsident war begeistert. Bereits kann er sich eine Attraktion auf der zu schaffenden Erlebnisroute vorstellen, die sich über das Gebiet Vorder Laad – Heumoos – Dergeten – Hinter Laad – Bratzenmoos – Stein erstrecken könnte: Die Sägerei Laad als Schausägerei, wo Führungen stattfinden können, das alte Handwerk gezeigt und in die Energieproduktion durch Wasserkraft eingeführt werden kann.

Weitere Attraktionen, die das Erlebniswandergebiet in Nesslau umfassen kann, sind ein «Raum der Stille», ein «Sinnepark» wie jener in Ebnat-Kappel oder der Besuch des Holzenergiezentrums. Auch könnten die vorhandenen Gaststätten, nämlich das Buurebeizli Dergeten, das Restaurant Speer und das Partystübli Stadel, besser vermarktet und gefördert werden. «Wir wollen mit dem arbeiten und das bewerben, was wir bereits haben», sagte Reto Zingg bei der Vorstellung des Projektes an der Gründungsversammlung. Er betonte aber: «Wir wollen etwas Einfühlsames schaffen, kein Disneyland.»

Wertschöpfung für Region

Bei der Realisierung des Ökotourismus-Projekts kommt denn der frisch gegründete Verein ins Spiel: Er kann konkrete Projekte unterstützen, Werbung mittels moderner Medien machen oder beispielsweise bei der Verbesserung der Hygienevorschriften zugunsten der Optimierung eines Gastrobetriebes oder einer Alpkäserei Hand bieten, wie Reto Zingg anschaulich schilderte. Auch kann der Verein Sponsoren generieren, die zweifellos vonnöten sind. «Der Naturraum Speer bietet sich an, um einen attraktiven Erholungs- und Erlebnisraum aufzubauen, der für unsere Region wirbt, das Standortmarketing steigert und die Wertschöpfung erhöht», blickt der Ökoberater in die Zukunft. Aus Sicht der Gemeinde handle es sich um ein Projekt, an dem es sich lohne festzuhalten, so Gemeindepräsident Kilian Looser. «Die Gemeinde unterstützt gerne, wo möglich. Wichtig ist aber, dass die Inputs aus der Laad kommen», sagte er. Und auch Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus, kündigte im Namen der Tourismusorganisation an, zur Seite zu stehen: «Wandern ist die top Aktivität der Schweizer. Ihr springt auf den richtigen Zug auf.»

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