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Die künstlerische Seite einer Explosion

Künstlerin Katrin Keller nutzte ihr Artist-in-Residence-Stipendium und ging für fünf Monate nach Island. Diesen Freitag berichtet sie in Herisau von ihren Eindrücken.
Astrid Zysset
Künstlerin Katrin Keller. Bild: PD

Künstlerin Katrin Keller. Bild: PD

Genau vor einem Jahr kam die in Herisau aufgewachsene Künstlerin Katrin Keller aus Island zurück. Dort weilte sie während fünf Monaten im Rahmen des Artist-in-Residence-Stipendiums. Ihre Ambition: Die Kräfte der Natur dokumentieren und sie als Inspiration für die künstlerische Arbeit nutzen. Vor allem Vulkanausbrüche haben es Katrin Keller angetan. «Von Explosionen war ich schon immer fasziniert.» Frühere Videoarbeiten, in welchen sie mit Videomaterial von Explosionen aus Kriegsgebieten arbeitete, zeugen davon. «Einerseits habe ich grosse Angst vor den Detonationen, andererseits üben jene vom ästhetischen Gesichtspunkt her eine Anziehung auf mich aus.»

Im Mai 2017 kam Katrin Keller im kleinen Fischerdorf Skagaströnd im Nordwesten Islands an. Ein Platz in einem Gemeinschaftsatelier stand ihr zur Verfügung für ihre Arbeit. Doch mit dieser konnte sie nicht sofort beginnen. In einem Café kam sie mit den Leuten vor Ort in Kontakt, zeichnete und dokumentierte deren Lieblingsgegenstände. An das Hauptziel ihrer Reise – die Vulkane – wagte sie sich noch nicht heran. Denn: «Ich war überwältigt von der Natur. Rund einen Monat hat es gedauert, bis ich ein Gefühl für das Land erlangen und mich künstlerisch entfalten konnte.» Katrin Keller reiste viel, sah sich die vulkanischen Kräfte in Form von Kratern, Geysiren, Fumarolen und heissen Quellen aus der Nähe an. Die letzten Monate verbrachte sie noch in der Hauptstadt Reykjavik.

Entstanden sind während ihres Aufenthaltes in Island fünf Werke. So etwa eine Kohlenstaub-Arbeit, bei welcher fortgeblasener Staub eine Explosion erahnen lässt. Oder aber haucht Keller in einer Videoinstallation gegen eine Eisplatte bis in dieser ein Loch entsteht. «Viele Vulkanausbrüche in Island finden unter einer Eisschicht statt. Diese wird aber bei jedem Ausbruch kleiner», so Keller.

Die Künstlerin erinnert sich gerne an ihre Zeit im Norden zurück. Es habe sich wirklich gelohnt, sagt sie. Viele Ideen für künftige Arbeiten schlummern noch in ihr. Diese werden sobald als möglich gezeigt. Eine konkrete Ausstellung ist aber noch nicht geplant.

Hinweis

Katrin Keller erzählt von ihrer Reise im Rahmen eines Vortrags am kommenden Freitag von 19.30 bis 21 Uhr im Cinétreff Herisau. Mit Apéro. Der Eintritt ist frei.

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