Die Kunst, sportlich zu kämpfen

KAMPFKUNST. Bei der Mehrheit aller Kampfkunstschulen-Besucher steht neben der Selbstverteidigung die Fitness und Beweglichkeit im Zentrum.

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Kampfkunst. Bei der Mehrheit aller Kampfkunstschulen-Besucher steht neben der Selbstverteidigung die Fitness und Beweglichkeit im Zentrum. «Richtig angewandt, dient Kampfkunst als Gewaltprävention, stärkt neben der Selbstbeherrschung auch das Selbstbewusstsein», ist Peer Steinkellner von der Wattwiler Xing-Wu-Guan-Schule überzeugt. Seine allgemeinen Trainings sind auf diese genannten Bereiche und nicht den Wettkampfsport ausgerichtet.

Bald Schweizer Meisterschaft

Daneben gibt es Kämpfer, die sich an Turnieren messen möchten. Arnold Eugster (Sieg beim Swiss Open in Lausanne), Sheila Hess (4.) im Formenbereich und die Drittklassierte Natascha Sebek – bei ihrem Comeback im Kampfbereich «Qingda» nach einer längeren Pause – haben sich als Toggenburger Lokalmatadoren für die Schweizer Meisterschaften vom 29. November in Bazenheid qualifiziert.

Neben Judo und Ringen gehört das koreanische Taekwondo zu den olympischen Sportarten. Schulleiter Peer Steinkellner und Srdan Carkic haben sich in Magglingen zu Instruktoren ausbilden lassen. Dass die weltweit von rund 40 Millionen Athletinnen und Athleten betriebene Vollkontakt-Sportart auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt ist, unterstrich die Trainingswoche mit bereits international eingesetzten Talenten aus den Schulen in Schaffhausen und Wattwil.

Intensive Trainings

Die Intensität der Übungen brachte auch den öfters nach Sauerstoff schnappenden Trainer Peer Steinkellner zum Schwitzen. «Es macht Spass, die Jungen zu fördern und gefordert zu werden», freute sich der Jungvater trotz der gezielten jugendlichen Fuss- und Handattacken und schwingähnlichen Einlagen.

Dass die Substanz bei den Teilnehmern für vier Tage reichte, lag an der Programmgestaltung. Die einzelnen Blöcke wurden durch artfremde Aktivitäten aufgelockert. Ein Hallenbadbesuch oder Berglauf standen ebenfalls auf der Liste. «Solche intensiven individuellen Trainings bringen uns weiter. Davon können wir nur profitieren», stimmten die vorwiegend weiblichen Kämpfer überein. Sich bei fortgeschrittener Müdigkeit auf die gegnerischen Angriffe zu konzentrieren, Attacken abzuwehren und zu kontern gehört zum Taekwondo-Abc. (uhu)