Die Jubiläumssaison der Schwinger ist lanciert

Die Schwinger aus dem Appenzellerland erkämpfen am Berchtold-Schwinget in Zürich drei Auszeichnungen.

Thomas Mock
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Der Gontner Reto Koch hebt zum Schwung an.

Der Gontner Reto Koch hebt zum Schwung an.

(Bild: Lorenz Reifler)

Traditionsgemäss eröffnen die Schwinger in der Saalsporthalle in Zürich-Wiedikon jeweils am 2. Januar mit dem Berchtold-Schwinget die Saison. Der Wettkampf bot die Möglichkeit zum ersten Formtest im Jubiläumsjahr des nationalen Schwingverbandes.

Vier Siege und zwei Niederlagen

In einem gut besetzten Teilnehmerfeld wurde der Gontner Thomas Koch bester Appenzeller. Er klassierte sich mit vier Siegen und zwei Niederlagen auf dem vierten Rang. Mit den gleichen Resultaten belegte sein älterer Bruder Reto Koch Rang sechs. Die beiden Gontner zeigten eine solide Leistung, wobei insbesondere Thomas Koch gar die Möglichkeit hatte, in den Schlussgang vorzudringen. Nach der Niederlage im dritten Gang gegen den späteren Festsieger Samuel Giger, musste er allerdings im entscheidenden Gang gegen den aufstrebenden Michael Bernold das zweite Mal als Verlierer vom Platz. Entsprechend geriet die Schlussgangqualifikation ausser Reichweite. Thomas Koch liess sich dennoch nicht beirren und fand mit einer abschliessenden Maximalnote den Weg an die Spitze zurück.

Niederlage gegen Eidgenossen

Reto Koch tat es seinem jüngeren Bruder ähnlich. Er musste allerdings bereits im zweiten Gang die Stärke des jungen Eidgenossen Michael Gwerder anerkennen, ehe er nach zwei siegreichen Gängen im fünften Gang dem nachmaligen Schlussgangteilnehmer Marco Reichmuth den Sieg zugestehen musste. Hierbei fürchtete der Gontner seinen Gegner aber keineswegs und gestaltete den Gang bis zur Niederlage aktiv mit. Entsprechend motiviert dürfte Reto Koch im sechsten Gang gewesen sein. Er besiegte Dario Bosshard.

Patrick Schmid auf dem neunten Rang

Der Eggerstandner Patrick Schmid komplettierte das erfolgreiche Innerrhoder Trio auf dem neunten Schlussrang. Auch er startete verheissungsvoll in den Wettkampf und stand nach vier Gängen mit drei Siegen und einer Niederlage gegen das Thurgauer Urgestein Stefan Burkhalter da. Im Anschluss musste er sich mit zwei Punkteteilungen zufriedengeben, weshalb ihm der Sprung in die Spitzenränge verwehrt blieb. Für die restlichen Appenzeller verlief der Auftakt in die Saison etwas weniger erfolgreich, wobei die angestrebten Auszeichnungsränge früh ausser Reichweite gerieten.

Vier Eidgenossen im Teilnehmerfeld

Die Appenzeller entsandten in diesem Jahr keine eidgenössischen Kranzschwinger nach Zürich. Dennoch war das Teilnehmerfeld mit vier Eidgenossen gut besetzt. Bereits zu Beginn kam es zur Spitzenpaarung zwischen Topfavorit Samuel Giger und dem jungen Neu-Eidgenossen Michael Gwerder. In dieser erstmaligen Paarung behielt Giger die Oberhand und reüssierte auch im Anschluss in all seinen Gängen. Im Schlussgang traf er auf den Sieger des Niklaus-Schwingets vom Dezember, Marco Reichmuth. Vor rund 1700 Zuschauern triumphierte der gebürtige Appenzeller nach knapp zwei Minuten mittels inneren Hakens und Nachdrücken. Die Saison ist lanciert, und man darf gespannt sein, wie sich die Formkurve der Athleten bis zum eidgenössischen Jubiläumsfest Ende August in Appenzell entwickeln wird.