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Die Katzenmama von Grub

Monika Riepl professionalisiert ihr Katzenheim. Ihr Hobby wurde mit den Jahren schwieriger. Ihre Liebe zu den Tieren ist dennoch ungebrochen.
Yann Lengacher
Nicht nur am helllichten Tag muss Monika Riepl den Katzennachwuchs ernähren.(Bild: Yann Lengacher)

Nicht nur am helllichten Tag muss Monika Riepl den Katzennachwuchs ernähren.
(Bild: Yann Lengacher)

Bevor Monika Riepl am Gartentisch in ihrem Katzengehege Platz nehmen kann, überschlagen sich darauf bereits vier kleine Fellknäuel. Die unterdessen acht Wochen alten Kätzchen wissen genau was kommt, wenn die Hausherrin mit den Fläschchen in der Hand das Gehege betritt. Mehrmals täglich muss sie den Katzen-Nachwuchs «schöppele». Auch in der Nacht. Pro Tag widmet sich Riepl vier bis fünf Stunden den Katzen in ihrem Heim. Viel Zeit wenn man bedenkt, dass die Gruberin auch einem Hundert-Prozent-Job nachgeht. Nicht umsonst sagt die 60-Jährige:

«Die Katzen sind mein Leben.»

Seit 35 Jahren kümmert Riepl sich um in Not geratene Katzen. Momentan professionalisiert sie ihr Katzenheim. Erst letzten Herbst hat sie den Verein «Chratzbom Ebni» gegründet, aktuell ist eine neue Webseite in Arbeit.

Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.(Bild Yann Lengacher)Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.
(Bild Yann Lengacher)
Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.(Bild Yann Lengacher)Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.
(Bild Yann Lengacher)
Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.(Bild Yann Lengacher)Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.
(Bild Yann Lengacher)
Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.(Bild Yann Lengacher)Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.
(Bild Yann Lengacher)
Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.(Bild Yann Lengacher)Den Katzennachwuchs muss Monika Riepl altersgerecht ernähren.
(Bild Yann Lengacher)
Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.(Bild: Yann Lengacher)Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.
(Bild: Yann Lengacher)
Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.(Bild: Yann Lengacher)Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.
(Bild: Yann Lengacher)
Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.(Bild: Yann Lengacher)Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.
(Bild: Yann Lengacher)
Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.(Bild: Yann Lengacher)Die jungen Tiere sind besonders neugierig und gar nicht kamerascheu.
(Bild: Yann Lengacher)
Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.(Bild: Yann Lengacher)Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.
(Bild: Yann Lengacher)
Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.(Bild: Yann Lengacher)Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.
(Bild: Yann Lengacher)
Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.(Bild: Yann Lengacher)Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.
(Bild: Yann Lengacher)
Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.(Bild: Yann Lengacher)Die älteren Bewohner des Gruber Katzensheims lassen es ruhiger angehen.
(Bild: Yann Lengacher)
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Die herzigsten Bewohner des Gruber Katzenheims «Chratzbom Ebni»

Trotz Tierhaarallergie ein Katzenheim gegründet

Monika Riepl investiert viel in ihr Katzenheim und tut alles für das Wohl ihrer Tiere. Davon hat sie sich nie abbringen lassen, nicht einmal durch eine Tierhaarallergie. Begonnen hat alles in den 1980er-Jahren, als sie nur vorübergehend zwei Perserkatzen aufnahm. Trotz Allergie konnte sie ganz gut mit den Tieren leben. Es sollten mehr werden. 1992 gründete sie mit einer Freundin eine private Organisation, um Tiere in Not aufzunehmen. Die Anzahl Katzen bei ihr im Haus wuchs weiter – und damit der Rechnungsstapel auf ihrem Bürotisch. Fast erlitt sie wegen ihres aufwendigen Hobbys finanziellen Schiffbruch. Doch Monika Riepl, die von sich sagt, dass sie eine Kämpferin ist, dachte nicht ans Aufgeben. Sie wandte sich an ein Wochenmagazin und bat um einen Spendenaufruf für ihre Katzen. Dieser zeigte Wirkung. Einige Spender, die sie durch die Aktion gewinnen konnte, unterstützen Riepls Katzenheim bis heute.

Der Aufwand, den Riepl betreibt, ist immens und wurde im Laufe der Zeit immer grösser. Letztes Jahr fielen 13000 Franken Tierarztkosten an. Obwohl sie den Unterhalt der Katzen grösstenteils durch Spenden finanzieren kann, fliesst teilweise ihr eigenes Erspartes in ihr Hobby. Futter kaufen, Dankeskärtchen für Spender schreiben und das Wahrnehmen von Tierarztterminen sind nur ein Bruchteil von Riepels Aufgabenfeld. Zu ihrem Glück darf sie auf zwei Frauen zählen, die ihr beim Unterhalt ihres Hauses helfen, in dem sich die Katzen auf drei Stockwerken und einem grossen Auslaufgehege verteilen können. «Ausserdem habe ich eine liebe Helferin gefunden, auf die immer Verlass ist», sagt Riepl.

Sorgen wegen unachtsamen Katzenhaltern

Sorgen bereiten der Gruberin aber nicht der Aufwand. «In den letzten Jahren wurden die Leute immer egoistischer. Viele wollen plötzlich nicht mehr für ihr Tier sorgen und bringen es dann zu mir.» Auch würden mehr Besitzer ihre Katzen nicht kastrieren lassen. Riepl sagt:

«Die Tierheime sind deswegen überfüllt.»

Sie habe keine Mühe jemandem eine Standpauke zu halten, der wegen mangelnder Überlegungen ein Tier zu ihr bringt. Doch nicht nur verstossene Tiere landen im «Chratzbom Ebni». Manchmal rückt Riepl mit Fallen aus, um Streuner einzufangen. Eine Katze ablehnen musste sie noch nie: «Das kann ich nicht.»

So wie sich Riepls Arbeit mit den Tieren über die Jahre verändert hat, blieb eines immer gleich: Ihre Liebe zu den Tieren. Sie kennt alle Katzen in ihrem Haus beim Namen, weiss welche Vierbeiner betteln, scheu sind oder gerne mal bocken. Riepl schätzt vor allem die Ehrlichkeit der Tiere: «Davon könnten sich die Menschen eine Scheibe abschneiden.» Einige Katzen, die mittlerweile einen neuen Besitzer haben, sind ihr in Erinnerung geblieben: Vor längerer Zeit sei Riepl ein mit Gülle bedecktes Kätzchen gebracht worden, das nur noch aus Haut und Knochen bestanden habe. Als sie später gesehen habe, was aus dem Tier geworden ist, sei sie fasziniert gewesen: «Aus dem kleinen Häufchen Elend war eine elegante weisse Katze herangewachsen.»

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