Die Karten werden gemischt

Die Stimmberechtigten von Appenzell Ausserrhoden entscheiden über die Zusammensetzung des Ausserrhoder Kantonsparlaments für die kommenden vier Jahre. In mehreren Gemeinden wird es zu Abwahlen kommen.

Bruno Eisenhut
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Acht Ausserrhoder Gemeinden verlieren Sitze im Kantonsrat, während fünf Gemeinden hinzugewinnen. (Bild: apz)

Acht Ausserrhoder Gemeinden verlieren Sitze im Kantonsrat, während fünf Gemeinden hinzugewinnen. (Bild: apz)

AUSSERRHODEN. Am kommenden Wochenende werden die 65 Sitze im Ausserrhoder Kantonsrat für die nächsten vier Jahre verteilt. Die Wahlkreise bilden die zwanzig Ausserrhoder Gemeinden. Jede Gemeinde hat Anrecht auf mindestens einen Sitz. Die restlichen Sitze werden entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinden verteilt. In der Gemeinde Herisau werden die Kantonsräte im Proporzsystem gewählt, während in den anderen Gemeinden die Wahl im Majorzsystem erfolgt.

Schon vor den Wahlen ist klar, dass es in der Hinterländer Gemeinde Waldstatt zur Abwahl mindestens eines bisherigen Ratsmitglieds kommen wird. Nach der Neuverteilung der Sitze stehen Waldstatt zwei statt bisher drei Sitze zur Verfügung. Der Wahl stellen sich mit Monika Bodenmann (FDP), Rolf Germann und Hans-Peter Ramsauer (beide PU) alle drei bisherigen Parlamentarier. Mit in das Rennen um einen der Sitze steigt Gemeindepräsident Andreas Gantenbein (FDP).

Nach der Wahl von Alfred Stricker in den Regierungsrat gilt es in Stein dessen Kantonsratssitz neu zu besetzen. Zur Auswahl stehen Heinz Mauch (PU), Jürg Aemisegger (FDP) und Hansueli Buff (SVP). Auch der bisherige Kantonsrat Siegfried Dörig kandidiert wieder für einen der zwei Steiner Sitze.

Umkämpftes Mittelland

Umstritten sind die sieben Sitze in Teufen. Mit Edgar Bischof (SVP), Monica Sittaro (FDP) und Walter Grob (PU) bewerben sich drei Bisherige zur Wiederwahl. Weiter wollen Patrick Kessler, Oliver Schmid (beide FDP), Peter Zeller (SVP), Urs Alder, Martin Ruff und Peter Renn (alle PU) in das Kantonsparlament.

Auch in Gais gibt es mehr Kandidaten als Sitze: Peter Meier und Silvia Lenz (beide FDP) sowie Beat Landolt (PU) sind die Bisherigen, Jaap van Dam (PU) und Marlis Waldmeier (FDP) stehen ebenfalls zur Wahl für die vier Gaiser Sitze. Speicher erhält einen zusätzlichen Sitz, womit künftig eine Fünferdeputation die Gemeinde in der kantonalen Legislative vertritt. Nach dem Tod von Ivo Müller ist ein Sitz vakant. Die bisherigen Anna Eugster (PU), Jean-Claude Kleiner (FDP) und Judith Egger (SP) treten erneut an, so dass zwei Sitze neu zu besetzen sind. Die FDP schickt Daniel Bühler und Roland Fischer ins Rennen, die SP will es mit René Mettler versuchen. In Trogen bewerben sich drei Kandidaten um zwei Sitze. Mit René Langenegger und Niklaus Sturzenegger (beide FDP) treten zwei bisherige und mit Jens Weber (SP) ein neuer Kandidat an.

Abwahl in Walzenhausen

Gemäss der neuen Sitzverteilung stehen der Vorderländer Metropole Heiden fünf Sitze (+1) zur Verfügung. Zusammen mit dem Rücktritt von Stefan Signer (SP) gilt es zwei Plätze neu zu besetzten. Für die fünf Sitze stellen sich sieben Kandidaten: die bisherigen Norbert Näf (CVP), Hannes Friedli (SP) und Alexander Rohner (SVP) sowie Markus Hilber und Roman Huss (beide SVP), Werner Rüegg (CVP) und Annegret Wigger (SP). Eine Abwahl wird es in Walzenhausen geben. Künftig stehen der Vorderländer Gemeinde noch zwei statt der bisherigen drei Sitze zu. Mit Peter Gut und Jürg Wickart (beide PU) sowie Ruedi Tobler (SP) treten alle bisherigen an.

In den restlichen Gemeinden mit Majorzsystem scheint vieles schon vor dem Urnengang geregelt. So kandidieren in Urnäsch (Dölf Biasotto, FDP, Katharina Nef und Alfred Wirz, beide PU) einzig die bisherigen Räte, genauso wie in Hundwil (Margrit Müller, PU). Auch in Bühler (Gilgian Leuzinger und Hans-Anton Vogel, beide FDP), in Rehetobel (Rolf Sturzenegger, FDP, und Andreas Zuberbühler, PU) in Wald (Jürg Solenthaler, PU), in Grub (Susanne Lutz, FDP), in Lutzenberg (Erwin Ganz, Andrea Zeller Nussbaum, beide PU) und in Reute (Ernst Pletscher (PU) kandidieren die bisherigen Kantonsparlamentarier für die Sitze. Neue Vertreter werden in Schwellbrunn gewählt werden. Mit Walter Raschle und Hansueli Reutegger (beide SVP) stehen zwei Kandidaten für zwei Sitze bereit. Auch in Schönengrund dürfte die Wahl zur Formsache verkommen: Hans Brunner (FDP) kandidiert für den einzigen Sitz. In Wolfhalden kandidiert Mario Wipf (SVP) nebst dem bisherigen Stephan Wüthrich (PU) für einen der beiden Sitze.

Majorz in Herisau

Für die Wahl der neu 18 Herisauer Mitglieder des Kantonsrates sind fünf Listen mit 38 Kandidaten und 8 Kandidatinnen eingereicht worden, darunter 12 Bisherige. Nicht mehr antreten wird Hans Stricker (SVP). Und vor wenigen Wochen ist Ernst Gähler (FDP) verstorben. Für die Kantonsratswahl sind CVP und EVP Listenverbindung eingegangen.

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