Die Jakobsquelle am Kronberg

GONTEN. Der Legende nach warf der heilige Jakobus einst von Santiago aus zwei Pilgerstäbe weit von sich. Sie landeten auf dem Kronberg, worauf die dortige Heilquelle zu sprudeln begann. Im Gontner Buch zeigt ein in der zweiten Hälfte des 18.

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Radierung der Jakobsquelle aus dem 18. Jahrhundert. (Bild: pd)

Radierung der Jakobsquelle aus dem 18. Jahrhundert. (Bild: pd)

GONTEN. Der Legende nach warf der heilige Jakobus einst von Santiago aus zwei Pilgerstäbe weit von sich. Sie landeten auf dem Kronberg, worauf die dortige Heilquelle zu sprudeln begann. Im Gontner Buch zeigt ein in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstandener Kupferstich einen Brunnentrog, der durch zwei Zuleitungen gespeist wird. Aus dem Nagelfluhfelsen traten nach der Schilderung des Naturforschers und Universalgelehrten Johan Jakob Scheuchzer (1672–1733) «zwei armdicke Wasserstrahlen zu Tage».

Im Gontner Buch findet sich auch eine Heilsgeschichte, die sich beim St.-Jacobi-Brunnen zugetragen haben müsse. Ein Aussätziger aus der Herrschaft Feldkirch sei im Jahr 1714 zur heilsamen Quelle gekommen. Er wohnte vier Wochen lang bei dem Sennen Johann Baptist Neff auf dem Chänner und wusch sich alle Tage mit dem Wasser des Brunnens. Der Kranke bekennt auf einer Votivtafel, dass er «vermittelst der Kreftigen vor Bitt des Heil. Jacobi durch besagtes Wasser Curiert und gänzlich gesund geworden» sei.

Unweit der Jakobsquelle steht die Jakobskapelle, deren Ursprünge bis ins späte Mittelalter zurückreichen. Bestimmt war das heilende Wasser vom Kronberg auch für die müden Pilger eine Wohltat, denn ein Badebetrieb ist bereits seit dem Jahr 1576 belegt. Als Zeuge für die jahrhundertealte Kurtradition am Fuss des Kronbergs steht das 1845 erstellte Kurhaus Jakobsbad. (ker)

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