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Die heisse Phase steht bevor

Die Suche nach Kandidaten für den Regierungsrat läuft auf Hochtouren. Nächstes Jahr werden zwei Sitze frei. Bei der SP gibt es einen Kronfavoriten. Spannender könnte die Ausmarchung in der SVP werden.
Jesko Calderara

Bis zu den kantonalen Gesamterneuerungswahlen 2019 dauert es noch über fünf Monate. Mit Köbi Frei (SVP) und Matthias Weishaupt (SP) werden zwei der fünf Regierungsräte im Februar des nächsten Jahres aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten dürfen. Offizielle Kandidaten gibt es noch keine. Die nächsten Wochen könnten in dieser Hinsicht jedoch Klarheit schaffen. Hinter den Kulissen laufen entsprechende Gespräche, erste Nominationen sollen im September erfolgen.

Wollen sie ihre Sitze halten, sind in erster Linie die SP und die SVP gefordert. Nach dem Abgang von Frei könnte das Finanzdepartement zu haben sein. Allerdings werden Regierungsräte in Ausserrhoden nicht in das Amt gewählt, das Gremium konstituiert sich selbst. Innerhalb der SVP gibt es mehrere ausgewiesene Finanzpolitiker. Primär trifft das auf den Teufner Kantonsrat Edgar Bischof zu. Er präsidiert die Finanzkommission. Innerhalb der SVP-Kantonsratsfraktion ist Bischof der profilierteste Kopf. Neun Jahre lang war er Präsident der Kantonalpartei. Für die SVP war es eine erfolgreiche Zeit mit wachsenden Wähleranteilen. Eine herbe Niederlage musste Bischof 2015 einstecken, als er parteiintern gegen den heutigen Nationalrat David Zuberbühler den Kürzeren zog. In der Folge gab Bischof das SVP-Präsidium ab.

Zum Sprung in die Regierung ansetzen könnte auch Hansueli Reutegger (SVP). Der Schwellbrunner Gemeindepräsident ist Leiter der Steuerverwaltung Wil. Ambitionen nachgesagt werden zudem dem Herisauer Gemeinderat und SVP-Kantonsrat Florian Hunziker. Ein Name, der in Zusammenhang mit einer Regierungsratskandidatur immer wieder fällt, ist jener von Michael Fuhrer. Der SVP-Kantonsrat gehört der Finanzkommission an. Beruflich ist der diplomierte Experte für Rechnungslegung und Controlling als Finanzchef der Herisauer Firma Hänseler AG tätig. Zudem gehört er dem Regionalratsausschuss von Coop Ostschweiz an. Fuhrer geniesst vor allem innerhalb des Freisinns Ansehen. Ob er allerdings aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen antritt, ist fraglich.

Keine Frauenkandidatur in Sicht

Bei den Sozialdemokraten gibt es einen Kronfavoriten: Parteipräsident Yves Noël Balmer. Sagt der Herisauer Kantonsrat Ja zu einer Kandidatur, hat die SP gute Chancen, ihren Regierungsratssitz halten zu können. Balmer zählt sowohl im Kantonsrat wie auch im Einwohnerrat zu den markantesten Figuren und geniesst überparteilich hohen Respekt. Die SP konnte in seiner Präsidentschaft unter anderem in der Steuerpolitik Akzente setzen. Spätestens seit seinem guten Ergebnis bei den Nationalratswahlen 2015 ist Kantonsrat Jens Weber (SP) ein valabler Kandidat. Allerdings wäre er auch als künftiger SP-Präsident eine Option. Über viel Exekutiverfahrung verfügt der Herisauer Gemeinderat Max Eugster (SP).

Bei den nächsten Gesamterneuerungswahlen dürften zwei Aspekte noch zu reden geben: die regionale Vertretung und die Frauenfrage. Mit dem Rücktritt von Köbi Frei wird das Vorderland nicht mehr im Regierungsrat vertreten sein. Namen von potenziellen Kandidaten aus dieser Region werden keine gehandelt, obschon es auch im Vorderland fähige Politiker gibt. Ähnliches gilt für das Thema weibliche Vertretung in der Exekutive. Dass die Bühler Gemeindepräsidentin Inge Schmid nach zwei Niederlagen nochmals kandidiert, scheint eher unwahrscheinlich zu sein.

Abzuwarten bleibt, wie sich die anderen Parteien auf die Wahlen hin positionieren. Die FDP ist bereits mit Dölf Biasotto sowie Paul Signer in der Regierung vertreten. Die grösste Partei im Kanton dürfte wohl eher versuchen, den vor drei Jahren verlorenen Nationalratssitz zurückzuerobern. Damit dem Freisinn dies im Herbst 2019 gelingt, braucht es Allianzen. Dafür in Fragen kommt die SP.

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