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Die Gemeinde wird zur Bühne

Kommenden Sommer wird das Theater «Das glückselige Leben» aufgeführt. Dies mitten im Dorf. Schauplätze sind Restaurants und ein Bus. Die Bevölkerung kann als Laien mitwirken.
Astrid Zysset

Trogen soll die glücklichste Gemeinde der Schweiz sein – auf diese These stützt sich zumindest die Handlung des Theaters «Das glückselige Leben», welches im kommenden Sommer als Freiluftspektakel aufgeführt wird. Dies direkt in Trogen. Und zwar nicht auf einer Bühne, sondern mitten im Dorfgeschehen. «Die Inszenierung beginnt in vier Restaurants und in einem Bus», erklärt Initiantin und Mitglied der künstlerischen Leitung, Karin Bucher. Das Los entscheidet, welchen der Protagonisten die Zuschauerinnen und Zuschauer begleiten werden. Dementsprechend beginnt dann die Aufführung an einem der erwähnten Orte. «Das Publikum ist immer hautnah bei der Figur dabei, und lernt deren Perspektive und Auseinandersetzung mit der Glückseligkeit kennen.» Querverweise zu den übrigen Protagonisten gibt es einige, wie auch direkte Begegnungen. Am Schluss respektive nach einem Rundgang durchs Dorf treffen sich alle auf dem Landsgemeindeplatz – dort greifen Zeiten, Räume und Gedanken schliesslich ineinander.

«Ja, es ist eine anspruchsvolle Inszenierung», räumt Bucher ein. Aber das sei gewollt. «Wenn man ein Theater vor Ort macht, dann müssen die dortigen Gegebenheiten einfach genutzt werden.» Zudem wollte man bewusst auf eine experimentelle Theaterform setzen. Organisiert wird die Inszenierung vom Trägerverein Panoptikum. Anstoss gab die Aufarbeitung der Geschichte der Textilhandelsfamilie Zellweger, welcher sich Bucher im Rahmen der Ausstellung das «Jahrhundert der Zellweger» annahm. «Die Präsenz der Familie in der Gemeinde wollten wir im Theater nochmals aufgreifen.» Deshalb kreuzen alle fünf fiktiven Figuren den Weg einer historisch belegten Person, die zum Zeitpunkt der Zellwegers tatsächlich gelebt hatte.

Im 18. Jahrhundert, zu Zeiten der Zellwegers, war das Leben auf die Glückseligkeit nach dem Tod ausgerichtet. Heute ist dies anders. Die fünf fiktiven Figuren setzen sich mit ihrer gegenwärtigen Glückseligkeit auseinander. Zum einen ist dies der Glücksforscher Hans-Peter Gstörner, der gemäss eigenen Aussagen Parameter, sogenannte Glücksmaxime, gefunden haben will, welche das Glück wirklich messbar machen lassen. Zum andern sind das vier weitere Haupt- wie auch Nebenfiguren, die sich mit ihrer eigenen Glückseligkeit konfrontiert sehen – auch wenn es hierzu möglicherweise radikaler Entscheidungen bedarf. Genaueres zu den Figuren möchte Bucher an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Bevölkerung kann mitspielen

Das Stück ist zwar geschrieben, dennoch ist vieles erst in der Planung. So sind die genauen Orte, wo sich die einzelne Szenen abspielen werden, noch in Abklärung. «Auch ob wir den Verkehr teilweise sperren können, ist Gegenstand der Verhandlungen», so Bettina Ammann, Co-Produktionsleiterin. Nach den Sommerferien beginnt die Suche nach den Laienschauspielern. Diese sollen den professionellen Cast ergänzen und die Bevölkerung in die Produktion miteinbeziehen. Im Dezember starten die Proben. «Das ist bewusst früh gewählt, da wir die Möglichkeit offen lassen möchten, das Stück während der Entstehung weiterentwickeln zu lassen», erklärt Ammann. Sprich: Inputs der Schauspielenden und Laien könnten miteinbezogen werden. Zudem sei es auch der Komplexität der Aufführung geschuldet, dass früh mit den Proben begonnen wird. «Es ist ein innovatives Projekt, zweifellos. Und eines, das die Region und die Bevölkerung teilhaben lässt – als Mitwirkende oder eben als mitgehende Zuschauende.» Geplant sind insgesamt 16 Aufführungen. Diese finden zwischen dem 16. August und dem 14. September 2019 statt. Am Donnerstag, 6. September 2018, findet um 19 Uhr im Saal des Hotels Krone in Trogen ein Informationsanlass zum Gesamtprojekt statt.

Hinweis

Weitere Informationen unter: dasglueckseligeleben.ch.

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