Die ganze Bühne im Auge behalten

Die Theatergruppe Dreien steht in diesem Jahr zum ersten Mal unter der Regie von Peter Blöchlinger. Der Werkhofleiter der Gemeinde Mosnang hat schon in seinem Heimatort Regie geführt, würde aber gerne auch selber auf der Bühne stehen.

Beatrice Bollhalder
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Regisseur Peter Blöchlinger (auf dem Tisch sitzend) inmitten seiner Theatercrew. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Regisseur Peter Blöchlinger (auf dem Tisch sitzend) inmitten seiner Theatercrew. (Bild: Beatrice Bollhalder)

DREIEN. Die Theatergruppe Dreien führt jedes Jahr zur Fasnachtszeit im Restaurant Post einen Schwank auf. Da die langjährige Regisseurin in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung steht, musste ein Ersatz gesucht werden. Mit Peter Blöchlinger ist man einen Tag vor der ersten Probe fündig geworden. Das gegenwärtig zu spielende Stück ist deshalb nicht von ihm ausgewählt worden. Einige Theaterproben hat die Crew bereits hinter sich und steht recht sicher auf der Bühne. Der Text sitzt bei den meisten Schauspielerinnen und Schauspielern. Jetzt geht es noch um Feinheiten.

Peter Blöchlinger ist froh, dass er über ein bühnenerfahrenes Team verfügen kann. Die meisten wissen genau, worauf sie achten müssen. So etwa, dass nicht allzu schnell gesprochen werden darf. Denn schliesslich sollen die Aussagen beim Publikum ankommen und diese Zeit haben, um über das Gesagte lachen zu können, bevor die nächste Pointe die Bühne verlässt. Und genau an dies müsse gedacht werden, wenn der Text einmal sitze, erklärt Blöchlinger. Wer noch unsicher sei, rede nämlich automatisch langsamer, meint der Regisseur.

Feinheiten erarbeiten

Während die einen auf der «Pöschtli-Bühne» eine Szene üben, gehen andere noch einmal ihren Text für sich selber durch. Aber bereits bei dieser Probe weiss jeder genau, wann seine Person im Stück gefragt ist. Nach dem Durchspielen jedes Aktes setzen sich jeweils alle an einen langen Tisch und hören sich die Verbesserungsvorschläge des Regisseurs an. Auch wenn dieser bereits während des Übens einzelne Ideen und Anregungen eingeworfen hat. Er ermuntert die Schauspieler, daran zu denken, auch dann aktiv auf der Bühne – beispielsweise mit Kopfnicken oder -schütteln – mitzuspielen, wenn sie gar keinen Text hätten. Und wieso hatte man jetzt auch wieder nach einer Tischdecke verlangt? Ah, ja, es heisst irgendwo «…am Tischtuch knabbern». Noch sind nicht alle Requisiten vorhanden. «Du könntest das Zimmer mit einer Schachtel in der Hand betreten und später, wenn du wieder herauskommst, diese fallen lassen, dann sieht das Publikum, dass diese dann leer ist», gibt Blöchlinger einem Spieler eine Anweisung. Das eine oder andere muss also noch organisiert werden. Einiges davon erledigt Pius Keller, er ist sozusagen die rechte Hand des Regisseurs. Ausserdem hat er sich um schöne Preise für die Tombola gekümmert. Das Bühnenbild hingegen fällt in den Zuständigkeitsbereich von Bruno Scherrer.

Laut und deutlich sprechen

Die Aufteilung der Arbeit bietet Gewähr, dass sich die Schauspieler voll auf ihre Rolle konzentrieren können. Bereits zu diesem Zeitpunkt freuen sich alle auf die Aufführungen. «Vor allem auf das Essen als Belohnung, denn es wird wieder zur Metzgete eingeladen und das ist immer so fein», freut sich eine der Schauspielerinnen. Und schon stehen sie wieder auf den Brettern, die für sie spannende Auftritte auf einer kleinen Theaterbühne bedeuten und üben weiter. «Denkt daran, dass ihr immer in Richtung des Publikums sprecht», ermahnt Peter Blöchlinger die Spieler. «Und es soll auch nicht zu leise sein. Heute sitzen keine Zuschauer im Saal, aber wenn dieser dann voll ist, muss das Gesprochene lauter sein, damit es auch hinten verstanden wird.» Auch die Souffleuse Angela Strassmann ist in diesem Jahr zum ersten Mal im Einsatz. Sie muss erst noch spüren, wann sie den Schauspielern weiterhelfen muss. Zudem ist es für sie schwierig, die richtige Lautstärke zu finden. Peter Blöchlinger ist überzeugt, dass das Soufflieren eine sehr wichtige Aufgabe in einer Theateraufführung ist. In diesem Jahr heisst das Stück, das ausgewählt worden ist «Z früeh gfreut» und erzählt von einem Gemeindeammann und einem Bauunternehmer, die ein grosses Vorhaben planen. Im Weg steht ihnen ein Bauer, dessen Land sie für ihre Pläne benötigen. Eine Geologin, die gwundrige Briefträgerin, die alles Gehörte verdreht wiedergibt sowie eine Naturschützerin stehen den beiden im Weg. Und natürlich gehört in einen Schwank auch noch ein Liebespaar, das es schwer hat, zueinander zu finden. Wie die Sache ausgeht, werden die Zuschauer bei einer der Aufführungen erfahren. Die Darsteller im Stück sind: Peter Ruoss (Bauer), Daniel Dörig (sein Sohn), Kathrin Vogel (Grosi), Daniela Strassmann (Tochter des Nachbarn), Urs Gähwiler (Gemeindeammann), Stefan Rütsche (Bauunternehmer), Regina Bleiker (Naturschützerin), Lucia Senn (Briefträgerin) und Martina Güntensperger (Geologin).