Die Fussballvereine Teufen und Bühler spannen zusammen: Bei den Rotbach-Kids spielen Mädchen und Knaben in gemischten Teams

Nach den Sommerferien haben die Rotbach-Kids das Training aufgenommen. Kinder der Stufen G- und F-Junioren aus den Vereinen FC Bühler und FC Teufen spielen neu in gemischten Teams.

Mea McGhee
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Mädchen und Knaben lernen bei den Rotbach-Kids das Fussball-ABC.

Mädchen und Knaben lernen bei den Rotbach-Kids das Fussball-ABC.

Bild: Christof Borner-Keller

Was bei den Viertligisten schon länger gut klappt, soll nun auch beim jüngsten Fussballnachwuchs des FC Teufen und FC Bühler harmonieren: Seit dem neuen Schuljahr bieten die beiden Vereine in den drei Gemeinden Bühler, Gais und Teufen Trainingsgruppen für Kinder der Stufen G- und F-Junioren. So kommt es, dass Joëlle in den Farben des FC Bühler und Joan in jenen des FC Teufen einem Ball nachjagt, denn Mädchen und Knaben bilden gemischte Teams. Die Mädchen sind Mitglied des FC Bühler, die Knaben des FC Teufen – und gemeinsam bilden sie die Rotbach-Kids.

«Die Idee der Rotbach-Kids ist es, für die Kleinsten in jeder der drei Gemeinden entlang des Rotbachs Trainings anzubieten, sodass die Eltern die Kinder weniger chauffieren müssen», sagt Sibylle Diem Rutz, Vorstandsmitglied des FC Bühler und Trainerin. Dieser Verein ist traditionell stark in der Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs. «Ein weiteres Ziel ist es, dass alle Kinder spielen können und Spass am Fussball haben», ergänzt Thomas Lehmann, Juniorenobmann des FC Teufen.

Thomas Lehmann vom FC Teufen und Sibylle Diem Rutz vom FC Bühler setzen sich für das Projekt Rotbach-Kids ein.

Thomas Lehmann vom FC Teufen und Sibylle Diem Rutz vom FC Bühler setzen sich für das Projekt Rotbach-Kids ein.

Bild: Mea McGhee

Die Rotbach-Kids sind mit Trainingsgruppen in Teufen und Gais gestartet. In Teufen trainieren rund 60 Kinder mit Jahrgang 2014 und jünger, in Gais sind es aktuell deren 20 und die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass auch in Bühler bald eine Gruppe zusammenkommt. «Die Mädchen und Knaben können voneinander profitieren», ist Sibylle Diem Rutz überzeugt. «In diesem Alter bestehen keine Unterschiede in der Entwicklung», sagt Thomas Lehmann.

«Auf der Stufe der Rotbach-Kids stehen die Freude am Spielen und das Training mit vielen Ballkontakten im Vordergrund. Resultate sind zweitrangig», so Lehmann. Turniere werden mit Teams drei gegen drei, vier gegen vier oder fünf gegen fünf gespielt. So können gleichzeitig fünfzig oder mehr Kinder auf dem Feld stehen – und als Tore dienen bei so vielen Teams auch mal Festbänke.

In Teufen werden die Rotbach-Kids von sechs Trainerinnen und Trainern betreut, in Gais sind vier Trainer im Einsatz. Auch grössere Junioren und Juniorinnen sollen die Trainer unterstützen und so Erfahrungen sammeln. Noch seien nicht alle Details geklärt, mehrere Entwürfe für ein Logo stehen zur Auswahl und ein gemeinsames Trainingsleibchen soll es auch geben. Die Vertreter beider Vereine sind zuversichtlich, dass man sich findet. Wichtig ist ihnen, dass alle Gemeinden ihre Infrastruktur zur Verfügung stellen und dass zwischen den Vereinen Synergien genutzt werden.

Im Anschluss an die Zeit bei den Rotbach-Kids sollen die Kinder in Teams ihres jeweiligen Vereins spielen, wobei talentierte Mädchen auch in den höheren Kategorien mit den Knaben spielen dürfen.

Informationen zu Trainingszeiten sowie Kontakte der Rotbach-Kids sind zu finden unter www.fcbuehler.ch oder unter www.fcteufen.ch