Die fünfte Generation Alder übernimmt das Bergrestaurant Sitz in Schwellbrunn

Die langjährigen Wirte Vreni und Ernst Alder übergeben an diesem Wochenende den Betrieb an ihren Sohn Peter und dessen Frau Heidi. Die junge Familie ist trotz der Corona-Situation optimistisch.

Karin Erni
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Drei Generationen vom Bergrestaurant Sitz: Vreni und Ernst Alder (hinten) übergeben den Betrieb an Heidi und Peter Alder mit den Kindern Hansueli und Mirjam.

Drei Generationen vom Bergrestaurant Sitz: Vreni und Ernst Alder (hinten) übergeben den Betrieb an Heidi und Peter Alder mit den Kindern Hansueli und Mirjam.

Im Bergrestaurant Sitz in Schwellbrunn gibt es eine Veränderung: Am 1. November übernimmt mit Heidi und Peter Alder die fünfte Generation den Traditionsbetrieb. Das junge Paar will ihn im selben Stil weiterführen. In der Küche steht neu Heidi. Sie kennt den Betrieb schon vom Mithelfen und hat sich dabei die Rezepte ihrer Schwiegermutter angeeignet. So wird es die beliebten Fitnessteller auch künftig geben.

Peter will weiterhin Teilzeit im Tiefbau arbeiten. Auch wenn die Zeit im Moment nicht ideal ist, freuen sich die beiden auf die neue Herausforderung. Wegen der Coronamassnahmen wird es nur einen stillen Übergang geben. «Wir wollen so bald wie möglich die Ländlermusikanlässe weiterführen, die jeweils viel Publikum auf den Berg gebracht haben», sagt Peter Alder hoffnungsvoll.

Ein Haus mit langer Geschichte

Der «Sitz» ist schon seit 133 Jahren im Familienbesitz. Heinrich Alder-Rotach erwarb die landwirtschaftliche Liegenschaft mit der kleinen Wirtschaft im Jahre 1887. 100 Jahre später, am 1. November 1987, übernahmen Vreni und Ernst Alder als vierte Generation den Betrieb. Wie ihre Vorgänger investierten auch sie kräftig in die Liegenschaft. Im Jahr 2011 liessen sie das Haus gegen Norden um vier Meter erweitern. Küche und Office wurden rundum erneuert und die WC-Anlagen ins Zentrum zwischen Gaststube und Säli verlegt. Der neu gewonnene Raum mit dem grossen Fenster bietet seither einen herrlichen Blick gegen Norden ins Unterland. Auf der Südseite geniesst man die Aussicht auf die Alpsteinkette und weiter westwärts über Speer, Churfirsten, Glärnisch bis hin zu den Innerschweizer Bergen.

33 Jahre haben Vreni und Ernst Alder das Bergrestaurant insgesamt geführt. In dieser Zeit habe sich vieles verändert, sagt Gastgeberin rückblickend.

«Auffallend ist, dass die Gäste heute meist zum Essen einkehren, das war früher weniger üblich.»

Schöne Erinnerungen haben sie an die unzähligen Feste und Familienanlässe, die auf dem Sitz gefeiert wurden. In all den Jahren hätten sie zahlreiche Stammgäste gewonnen. Am Anfang bewirtschafteten sie zusätzlich den benachbarten Landwirtschaftsbetrieb. Als der älteste Sohn diesen übernahm, zogen sie in ein eigenes Haus in der Nähe. Die neuen Wirte Heidi und Peter Alder wohnen nun mit ihren Kindern Hansueli und Mirjam in der Wohnung oberhalb des Restaurants. Sie können auch weiterhin auf die bewährten Aushilfen zählen und auch die Eltern werden wohl weiterhin einspringen, wenn es nötig ist.