Die Frauen als Vorbild nehmen

Die Frauengemeinschaft Neckertal-Bütschwil hat es vorgemacht. Sie hat ihr Programm bereits hinter sich, geht auf Platz 1 in die lange Winterpause und darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die 1. Liga machen. Ganz so euphorisch sieht es bei den Männern nicht aus.

Beat Lanzendorfer
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Bütschwil (in Rot) schliesst sein Heimprogramm am Sonntag gegen Netstal ab. Neckertal-Degersheim seinerseits reist zum Derby nach Wattwil. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bütschwil (in Rot) schliesst sein Heimprogramm am Sonntag gegen Netstal ab. Neckertal-Degersheim seinerseits reist zum Derby nach Wattwil. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Darüber hinaus konnte sich das Frauenteam als Titelverteidiger gestern abend in Altstätten (4. Liga) mit einem Sieg erneut für das Endspiel des Ostschweizer Cupfinals vom Mai 2016 qualifizieren.

2. Liga, Gruppe 2

Keine Saison, in der nicht irgendein Team über sich hinauswächst und den Grossen das Fürchten lehrt. War es vor einem Jahr Tägerwilen, das als Aufsteiger die Liga neu belebte und am Ende Rang 3 belegte, ist es nun Winkeln. Trainer René Brandenberger, seit Juli im Amt, ist mit seiner Elf seit sieben Runden ungeschlagen und holte in dieser Zeitspanne 19 Punkte. Weil nur noch zwei Spiele ausstehen und auch die Fairnesswertung für den Leader spricht, ist der Mannschaft der Herbstmeistertitel kaum noch zu nehmen. Es sei denn, man zeigt plötzlich Nerven und strauchelt als haushoher Favorit gegen Aufsteiger Flawil und eine Woche später auswärts in Steinach.

Bazenheid hat sich aufgemacht, eingebüsstes Terrain zurückzuerobern. Im letzten Auswärtsspiel des Jahres gastieren die Alttoggenburger bei Neuling Tobel und tun gut daran, die Mannschaft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nach kurzer Schwächephase haben sich die Thurgauer aufgefangen und kehrten am Samstag mit einem 3:1-Erfolg aus Herisau zurück. Weil die Reserve zum Strich immerhin sechs Zähler beträgt, kann Tobel ohne Druck und frisch von der Leber weg aufspielen. Für Bazenheid eine gefährliche Konstellation.

Weiterhin am Ball dürfte auch das zweitplazierte Amriswil bleiben. Bei Wängi, dem einzigen noch sieglosen Verein, kann das Ziel nur Saisonsieg Nr. 7 heissen. Calcio Kreuzlingen und Steinach gehören bisher zu den positiven Erscheinungen. Der Verlierer des Direktduells wird, zumindest vorübergehend, den Anschluss an das Spitzentrio einbüssen.

3. Liga, Gruppe 3

Das war nicht erwartet worden. Leader Uzwil hat zu Hause beim 3:3 gegen Schlusslicht Herisau zwei Punkte verschenkt. Weil Henau in Wittenbach sowie Romanshorn in Bischofszell jeweils 3:1 gewonnen haben, liegt das Spitzentrio nur noch zwei Zähler auseinander. Nun könnte es sogar zum Wechsel auf dem Thron kommen. Bezwingt Henau Bischofszell und gibt es im Spitzenkampf Romanshorn – Uzwil keinen Sieger, wäre Absteiger Henau dort, wo man spätestens Ende Saison sein will – auf Position 1.

3. Liga, Gruppe 4

Bronschhofen ist im vorgezogenen Spiel am Dienstag gegen Aadorf nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Dadurch bietet sich Eschenbach die Gelegenheit, mit einem Dreier gegen Eschlikon zum Führenden aufzuschliessen. Den Rückstand kann auch Wattwil Bunt verkürzen. Bedingung ist im letzten Heimspiel des Jahres ein Derbysieg gegen Neckertal-Degersheim. Die Leistungen bringen es mit sich, dass die Blicke in diesem Herbst mehrheitlich Richtung zweite Tabellenhälfte abschweifen. Dort steckt das erwähnte Neckertal-Degersheim mitten im Abstiegskampf. Auch darum, weil am letzten Wochenende fünf Tore gegen Linth 04 nicht zum Sieg reichten (5:5).

Noch tiefer im Elend steckt Kirchberg. Mit vier Zählern Abstand zum rettenden Ufer kommt der Partie gegen das zweitletzte Linth 04 vorentscheidender Charakter zu. Verliert die Sonnmatt-Elf erneut, können die Planungen für die 4. Liga schon im Winter vorangetrieben werden. Solche Sorgen hatte bis vor kurzem auch Bütschwil. Mit neun Punkten in Serie hat sich die Gerig-Elf aber fast alle Probleme vom Hals geschafft. Nun möchte man mit dem fünften Saisonsieg erstmals den Sprung in die erste Tabellenhälfte realisieren.

4. Liga, Gruppe 8

In der 4. Liga schliessen die Akteure am Wochenende ihr Vorrundenprogramm ab.

Ebnat-Kappel hat am letzten Freitag durch zwei späte Gegentore gegen Bütschwil (3:3) zwei Punkte eingebüsst. Der Befreiungsschlag lässt weiterhin auf sich warten. Eine letzte Gelegenheit bietet sich im alten Jahr gegen Rapperswil-Jona, das bisher noch einen Punkt weniger als die Alttoggenburger gesammelt hat. Anhand des bisherigen Abschneidens sind die Rosenstädter also absolut im Bereich der Obertoggenburger.

Vom richtigen Weg ist Bütschwil abgekommen. In den vergangenen fünf Runden sind mickrige drei Unentschieden hinzugekommen. Der Rückstand auf Leader Wagen ist schon auf acht Punkte angewachsen. Was machen in dieser Situation?

Am besten im direkten Vergleich dem Spitzenreiter die Grenzen aufzeigen. Von dieser Konstellation könnte auch Wattwil Bunt profitieren, das mit dem entsprechenden Resultat gegen Weesen bis auf vier Zähler zur Spitze aufschliessen kann.

Frauen, 2. Liga

Das Toggenburger Topteam kommt in diesem Jahr aus der Frauenabteilung. Im Mai Cupsieger, einen Monat später Zweiter hinter Aufsteiger Eschenbach. Nun schliesst die Gemeinschaft Neckertal-Bütschwil den Herbst auf Platz 1 ab.

Mit diesem horrenden Tempo konnte Ebnat-Kappel nicht mithalten. Mit zehn Punkten liegt «frau» in etwa im Soll, muss aber noch zulegen, um nicht noch mit den Abstiegsrängen in Berührung zu kommen.