Die etwas anderen Weltmeisterschaften

Keine Angst, ich schreibe wenig über die aktuelle Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Ich hab auch gar keine Zeit dazu, das nächste Spiel beginnt in Kürze.

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Keine Angst, ich schreibe wenig über die aktuelle Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Ich hab auch gar keine Zeit dazu, das nächste Spiel beginnt in Kürze. Trotzdem, es ist WM: Hupende Autokorsos, übermässiger Bierkonsum, Fernseher an jeder Ecke und die in die höhe schnellenden Verkaufszahlen von Chips-Herstellern zeugen davon.

Nicht dabei in Südafrika sind die Finnen. Brauchen sie auch gar nicht. Sie tragen lieber die «Skurrilen Weltmeisterschaften» aus.

Wohl auch besser, denn nachdem Jari Litmanen altersbedingt bald von der Fussballbühne abtreten wird, herrscht im finnischen Fussball eine Flaute wie in der Offensive der Schweizer Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft. An den «Skurrilen Weltmeisterschaften», die im Sommer und Winter ausgetragen werden, finden sich Disziplinen wie «Handy-Weitwurf», «Gummistiefel-Weitwurf», «Mücken erschlagen», «Sauna-Weltmeisterschaft», «Frauentragen», «Schlamm-Fussball» oder «Luftgitarre spielen».

Besonders skurril erscheint mir dabei das «Frauentragen». Der «Sportler» kann die eigene bessere Hälfte oder eine Fremde tragen. Hauptsache, sie ist über 49 Kilo schwer. Auch egal ist die Tragart, ob über der Schulter, Huckepack oder auf Händen (endlich wird der Traum jeder Frau wahr) – der rund 250 Meter lange Parcours muss irgendwie bewältigt werden.

Lässt der Wettkämpfer den «Ballast» fallen oder stellt ihn ab, gibt es Strafpunkte – und wahrscheinlich einen Termin beim Scheidungsrichter. Dieser wiederum kann nicht so schlimm sein, denn für den Gewinner gibt es das Gewicht der Frau in Bierlitern als «Preisgeld».

Markus Fässler

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