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Die Erde ist jetzt sehr weit von der Sonne entfernt

Blick zum Toggenburger Sternenhimmel im Juli 2017
Hanspeter Steidle

Sonne

Am 3. Juli erreicht die Erde mit 152 Millionen Kilometern Distanz den sonnenfernsten Punkt. Im Winter ist die Erde nur 147 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Wegen der geneigten Erdachse haben wir dann auf der Nordhalbkugel trotzdem Winter.

Aufgang:

1. Juli, 5.39 Uhr MOSZ

31. Juli, 6.06 Uhr MOSZ

Untergang:

1. Juli, 21.16 Uhr MOSZ

31. Juli, 20.51 Uhr MOSZ

MOSZ: Mitteleuropäische

(Sommer-)Ortszeit, Region

Ostschweiz

Mond

Vollmond: Sonntag, 9. Juli,

im Sternbild Schütze

Neumond: Sonntag, 23. Juli,

im Sternbild Zwillinge

Planeten

Merkur: Keine Abendsicht mehr möglich. Er verschwindet schnell im westlichen Dunst. Auf der Sternkarte ist er noch eingezeichnet und befindet sich westlich des Sternbildes Löwe, das wir nicht mehr sehen können.

Venus: Sie leuchtet hell am Morgenhimmel.

Mars: Man kann ihn im Juli nicht sehen.

Jupiter: Er ist ein schönes Objekt am Abendhimmel im Sternbild Jungfrau.

Saturn: Zwischen den Sternbildern Schlangenträger und Skorpion lässt er sich am Abendhimmel gut beobachten. Kurz nach Mitternacht geht er unter.

Sterne und Milchstrasse

Von Nordosten bis zum Süden ­erstreckt sich verbreiternd das Milchstrassenband. Beginnen wir im hohen Norden mit dem unverkennbaren W der Cassiopeia und fahren in südlicher Richtung weiter. Es folgt das Sternbild Cepheus, bei dem nur die «Spitze» des Sternbildes ausserhalb der Milchstrasse liegt. Nun folgt das grosse und ausladende Sternbild Schwan. In diesem Sternbild wird intensiv geforscht, unter anderem auch nach exosolaren Planeten. Man ist auch schon fündig geworden. Etwas westlich vom Schwan sehen wir das kleine, hübsche Sternbild Leier mit dem hellen Stern Wega. Die Wega ist einer der hellsten Sterne am Nordhimmel. Im unteren Teil des Sternbildes Leier befindet sich der berühmte Ringnebel. Er ist im Fernrohr als zartes «Rauchringlein» zu sehen. Im Sternbild Schwan teilt sich die Milchstrasse in zwei Äste. Wir fahren im östlichen Ast fort und kommen zum Sternbild Adler. Noch weiter südlich gelangen wir zu den Sternbildern Schild und Schütze. Die Region des Schützen ist ein wahres Eldorado für Astronomen. Dort finden wir Sternhaufen, Galaxien, Nebel usw.

Im westlichen Astteil der Milchstrasse befindet sich eines der grössten Sternbilder: der Schlangenträger. Dieses Sternbild ragt im südlichen Teil über die Ekliptik hinaus. Deshalb wurde es oft schon als 13. Sternbild im Tierkreis betrachtet. An dieser Stelle befindet sich zurzeit der Planet Saturn. Weil sich die ­beiden Sternbilder Schütze und Skorpion in dieser Region auch kreuzen, wurde der Schlangenträger nicht mehr zum Tierkreis gerechnet. Das ist auch gut so, denn die Babylonier hatten ein Zahlensystem auf der Basis der Zahl sechs, und da passt nur ein Mehrfaches von sechs zur Ekliptik, eben zwölf. Die Babylonier übertrugen ihre Gedanken zum Zahlensystem auch auf den Himmel. Da kann es nur zwölf Sternbilder geben, welche die Sonne im Laufe eines Jahres passiert.

Wir folgen der Schlange im Schlangenträger westlich. Sie zieht in einem grossen Bogen nordwärts und gelangt mit ihrem Kopf fast bis zum Sternbild Herkules und zum kleinen Sternbild Nördliche Krone. Im Sternbild Bootes, westlich der Schlange, sehen wir einen rötlich leuchtenden Stern. Es ist der Arktur, der weitherum als hellster Stern leuchtet. Wir spannen nun einen Bogen vom Arktur zur Deichsel des Grossen Wagens und in südwestlicher Richtung zum Sternbild Jungfrau mit dem hellen Stern Spica. Etwas nördlich der Spica treffen wir auf den Planeten Jupiter.

Ein Sternbild, das nicht sehr leicht zu sehen ist, befindet sich westlich des Skorpions: die Waage. Man kann sich, wenn man die Sterne sieht, tatsächlich eine alte Waage vorstellen. Mitten durch die Waage zieht sich die Sonnenbahn hindurch. Der helle Stern Spica in der Jungfrau liegt nur knapp südlich der Ekliptik. Der Himmelsausschnitt zeigt zwischen 22 und 23 Uhr den Sommerhimmel in seiner ganzen Pracht.

Sternschnuppen

Aus vier Regionen fallen ab und zu kleine Steinchen in die Erdatmosphäre und hinterlassen glühende Spuren. Wir nehmen sie als Sternschnuppen wahr, wobei wir nicht das Verglühen der Steinchen sehen, sondern die Luftmoleküle, welche beim Durchschuss der Steinchen in der Atmosphäre zum Leuchten angeregt werden. Gegen Ende des Monats nimmt die Zahl der Sternschnuppen merklich zu. Im Schnitt können dann zwischen 20 und 40 Sternschnuppen pro Stunde ab Mitternacht zu sehen sein.

Hanspeter Steidle

redaktion@toggenburgmedien.ch

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