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Die Deutschen kommen wieder nach Appenzell Ausserrhoden

Der Ausserrhoder Tourismus blickt auf ein durchzogenes erstes Halbjahr zurück. Während die Zahl der Touristen aus Deutschland gestiegen ist, gab es bei den Schweizer Gästen einen leichten Rückgang. Die Statistik zeigt aber nur die halbe Wahrheit.
Jesko Calderara
Wegen der Hitze waren in den vergangenen Wochen vor allem Wanderwege in höheren Lagen gefragt. (Bild: Benjamin Manser)

Wegen der Hitze waren in den vergangenen Wochen vor allem Wanderwege in höheren Lagen gefragt. (Bild: Benjamin Manser)

Die Zahl der Logiernächte in Appenzell Ausserrhoden ist von Januar bis Juni auf 53300 gestiegen. Das Wachstum betrug 0,5 Prozent. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen des Bundesamts für Statistik hervor. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2017 musste der Kanton einen Einbruch von über sieben Prozent hinnehmen. Allerdings hinkt 2018 die Entwicklung im Ausserrhoder Tourismus jener in der Schweiz hinterher. Im ganzen Land haben die Logiernächte in den ersten sechs Monaten um 3,8 Prozent zugenommen.

Urs Berger, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AR, relativiert jedoch die Bedeutung der Beherbergungsstatistik: «Diese Zahlen sind nur ein Indikator.» Für Ausserrhoden wichtige Teile würden in der Statistik fehlen. Als Beispiel nennt Berger die Parahotellerie, wozu Ferienwohnungen, Bed and Breakfast und das Reka-Feriendorf in Urnäsch gehören. Bei Letzterem sind im ersten Halbjahr die Logiernächte um über acht Prozent gestiegen. Vor allem die Wintermonate waren mit einem Plus von 20 Prozent sehr stark.

Starkes Wachstum bei den Ferienwohnungen

Die neuste Erhebung zeigt für Ausserrhoden ein zwiespältiges Bild: Noch immer stammt der Hauptteil der Touristen aus der Schweiz. Doch gerade in diesem Segment musste ein leichter Rückgang hingenommen werden. Erfreulich ist hingegen, dass die deutschen Gäste wieder vermehrt Ferien im Appenzellerland machen. Sie sind hinter den Schweizern die zweit wichtigste Gästegruppe. Von Januar bis Juni waren sie für annähernd 6600 Logiernächte verantwortlich. Das sind rund 1000 mehr als in der gleichen Periode 2017. Ein ähnliches Wachstum gab es zudem bei den Ferienwohnungen. In diesem Bereich habe es auch mehr Buchungen aus Deutschland gegeben, sagt Berger. Dies zeigt der höhere Umsatz, den Touristen aus dem nördlichen Nachbarland von Anfang Jahr bis zum 31. Juli auf der Plattform e-domizil für Ferienwohnungen in Ausserrhoden generierten. Demnach beträgt die Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode 250 Prozent. Für Berger ist das wachsende deutsche Interesse am Appenzellerland primär eine Kopfsache. Man habe sich mit dem Euro-Wechselkurs abgefunden und leiste sich wieder Ferien in der teuren Schweiz. Auch Tagestouristen aus Deutschland würden vermehrt für einen Kurztrip in die Region reisen, sagt Berger. Interessant ist zudem, wie sich die Hitze der vergangenen Wochen auf den Tourismus ausgewirkt hat. Offenbar haben die Gäste vor allem höher gelegene Orte aufgesucht. Zu den Gewinnern gehören die Gäbristour und der Eggen-Höhenweg, wo die Frequenzen in diesem Sommer deutlich höher lagen als zur gleichen Zeit 2017. Ein Verlierer ist dagegen der Witzweg von Walzenhausen nach Heiden, der rund acht Prozent weniger Wanderer anzog.

Weniger Übernachtungen wegen Hotelschliessung

Entgegen dem landesweiten Trend musste Appenzell Innerrhoden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Rückschlag hinnehmen. So gingen die Logiernächte um vier Prozent auf 54600 zurück. Insbesondere haben weniger Schweizer Gäste im Nachbarkanton übernachtet als in der Vergleichsperiode 2017. Der Grund für das Minus dürfte vor allem beim Hotel Hof Weissbad liegen. Aufgrund von Bauarbeiten war das Flagschiff des Innerrhoder Tourismus im Januar und Februar während sieben Wochen geschlossen.

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