Die Dargebotene Hand bittet Bevölkerung um Hilfe

REGION. Mit dem Jahresbeginn fühlen manche Menschen Leere und Sinnlosigkeit. Da sind auch Suizidgedanken oft nicht weit. Umso wichtiger sind die Stopp-Tel.

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Ein Schild bei einer Brücke. (Bild: pd)

Ein Schild bei einer Brücke. (Bild: pd)

REGION. Mit dem Jahresbeginn fühlen manche Menschen Leere und Sinnlosigkeit. Da sind auch Suizidgedanken oft nicht weit. Umso wichtiger sind die Stopp-Tel.-143-Schilder oder -Kleber, die an hohen Brücken und gefährlichen Standorten angebracht sind und darauf hinweisen, dass es bei der Dargebotenen Hand unter der Telefonnummer 143 anonyme Unterstützung gibt. Die Schilder werden jedoch durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen.

Einzugsgebiet ist sehr gross

Aufgrund des grossen Einzugsgebiets der Dargebotenen Hand Ostschweiz ist es unmöglich, alle Standorte mit Stopp-Schildern oder Klebern im Auge zu behalten. Die Organisation ruft die Bevölkerung deshalb auf, Hinweise zu beschädigten Schildern und Klebern zu machen, damit Tel. 143 den Ersatz gemeinsam mit den Gemeinden und Kantonen organisieren kann. Das Einzugsgebiet der Dargebotenen Hand Ostschweiz – Tel. 143 erstreckt sich über die folgenden Kantone: St. Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, Teile des Thurgaus sowie das Fürstentum Liechtenstein.

Brückensuizide kommen oft vor

Suizide passieren in den meisten Fällen relativ spontan und sind nicht, wie häufig angenommen, Bilanzsuizide, die von langer Hand geplant waren. Deshalb sind die Stopp-Schilder und -Kleber sehr wichtig, die zum Beispiel an hohen Brücken ange-bracht sind. Brückensuizide sind die vierthäufigste Art des Suizids. Die Wirkung von Stopp-Schildern auf Passanten ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Sie sind eine Erinnerung daran, dass man sich in dunkeln Zeiten bei der Dargebotenen Hand Unterstützung holen kann. (pd/aru)