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Die «Brr»-Diät

Brosmete
Karin Erni

Der letzte Guggentrööt ist verklungen und das letzte Konfetti im Staubsaugerbeutel verschwunden. Die Fastenzeit hat auch im Ausserrhodischen begonnen. Das sechswöchige Zeitfenster zwischen weihnachtlicher und österlicher Völlerei eignet sich bestens für ein bisschen Verzicht. Bleibt also nur noch die Frage, welche Methode es dieses Jahr sein darf. Klassisch christlich oder eher modern intermittierend? Vegan, «Low Carb» oder FdH? Ich kämpfe mich staunend durch Fastenliteratur und Diätratgeber. Meine Erkenntnis: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

Als Weinliebhaberin gefällt mir das Konzept der SchrothKur. Entwickelt hat es der Fuhrmann Johann Schroth anno 1820 im Selbstversuch, nachdem er durch den Huftritt eines Pferdes schwer am Knie verletzt worden war. Er legte nasskalte Umschläge auf und erzielte eine deutliche Besserung. Seine Schlussfolgerung: «In feuchter Wärme gedeiht Holz, Frucht und Wein, selbst Fleisch und Bein». Als Getränk dient dem Kurenden früh und abends ein Gläschen Wein, an jedem dritten oder vierten Tag erhält er zwei bis drei Stunden nach der Mittagsmahlzeit (die notabene aus Pudding mit Weinsauce besteht) so viel Wein, wie er trinken mag. Nachts liegt der Kranke dann in nassen Tüchern. Irgendwie kommt mir das Ganze bekannt vor, nur habe ich diesen Zustand bisher eher nach einem ausschweifendem Olma-Besuch wahrgenommen. Ich vermute, dass die Schroth-Kur meiner Arbeitsfähigkeit wenig zuträglich sein dürfte. Also blättere ich weiter und stosse auf die «Brr»-Diät: Unter der Motto «Schlottere dich schlank» wird die Raumtemperatur im trauten Heim auf 18 bis 19 Grad gesenkt, um den Stoffwechsel anzukurbeln und Körperfett zu verbrennen. Der Haupteffekt der Methode dürfte aber wohl die Senkung der Heizkosten sein. Aber der Name «Brr»-Diät gefällt mir. Ich deute ihn um in: «Bleib ruhig rund».

Karin Erni

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