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Die Begleiterin ins Leben

Andrea Vlasak arbeitet als Hebamme am Spital Heiden. Zu ihren Aufgaben gehört weit mehr, als nur Geburten zu begleiten. Im Vergleich zu früher hat sich das Berufsbild verändert.
Jesko Calderara
Die Hebamme Andrea Vlasak lernte ursprünglich Kinderkrankenschwester. (Bild: Jesko Calderara)

Die Hebamme Andrea Vlasak lernte ursprünglich Kinderkrankenschwester. (Bild: Jesko Calderara)

Ein Beruf mit Kindern war schon immer der Traum von Andrea Vlasak. Als Jugendliche wollte sie Lehrerin oder Kindergärtnerin werden. Letztlich lernte Vlasak jedoch Kinderkrankenschwester und absolvierte 1996 die Ausbildung zur Hebamme. Seit elf Jahren arbeitet sie am Spital Heiden. «Es ist etwas Besonderes, eine Frau während der einzigartigen Zeit einer Schwangerschaft begleiten zu können», sagt Vlasak. Auch fasziniere sie, bei einem so intimen Moment wie einer Geburt dabei sein zu dürfen.

Das Aufgabenspektrum einer Hebamme ist vielfältig. Dazu gehören beispielsweise Schwangerschaftskontrollen, Geburtsvorbereitungskurse und die eigentliche Geburtsbegleitung. Zusätzlich bietet das Spital Heiden die sogenannte Hebammengeburt an. Dieses Angebot sei ein Hauptgrund für den überregional guten Ruf der Geburtsabteilung in Heiden, sagt Vlasak. Eine Hebammengeburt findet im intimen Rahmen statt, wobei die ärztliche Betreuung bei einem Notfall jederzeit gewährleistet ist. Geburten mit voraussehbaren Komplikationen oder Mehrlingsgeburten werden dagegen vorwiegend in Zentrumsspitälern durchgeführt. Eine ausgebildete Hebamme kann wie Andrea Vlasak an einem Spital tätig sein. Eine weitere Option ist die Selbständigkeit. Dieser Bereich werde immer wichtiger, sagt Vlasak. «Heute bleiben Frauen nach einer Geburt durchschnittlich noch drei bis vier Tage im Spital.» Früher sei dies länger gewesen. Umso wichtiger ist nach einer Geburt die ambulante Betreuung zu Hause. Diese Aufgabe übernehmen freischaffende Hebammen.

Das Berufsbild hat sich im Vergleich zu früher stark verändert. So sei der administrative Aufwand grösser geworden, sagt Vlasak. Auch kämen heute mehr Geräte zum Einsatz. «Ein technisches Verständnis hilft, damit richtig umzugehen.» Änderungen gab es auch bei der Ausbildung zur Hebamme. Die gelernte Kinderkrankenschwester machte einst einen berufsbegleitenden Lehrgang, den es speziell für Interessentinnen aus Gesundheitsberufen gab. Der heutige Weg führt hingegen an eine Fachhochschule. Beides habe Vor- und Nachteile, sagt Vlasak. «Wir hatten nach dem Ausbildungsabschluss mehr praktische Erfahrungen, die heutigen Absolventinnen verfügen dagegen über viel theoretisches Wissen.»

Körperlich anstrengender Beruf

Einer Hebamme stehen diverse Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Unter anderem kann ein Masterstudium angehängt werden. Beliebt sind auch Zusatzausbildungen in Komplementärmedizin wie den Bereichen Homöopathie, Akupunktur oder Heilpflanzen. Als Voraussetzungen für den Beruf nennt Andrea Vlasak Geduld und Empathie. Eine Geburt sei ein natürliches Ereignis und brauche dementsprechend viel Zeit. Nützlich seien zudem ein Verständnis für Gesundheit und eine rasche Auffassungsgabe. Die Schattenseiten sieht sie in den langen Diensten und den Nacht- und Wochenendschichten. Zudem müsse eine Hebamme die Bereitschaft für Pikettdienste mitbringen. Vieles sei im beruflichen Alltag nicht planbar, sagt Vlasak. «Auch ist die Tätigkeit körperlich anstrengend.»

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