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«Die Bauern sind sensibilisiert»

Schleppschläuche senken Ammoniakverluste. (Bild: PD)

Schleppschläuche senken Ammoniakverluste. (Bild: PD)

Appenzellerland Um die Ammoniakemissionen zu reduzieren, werden Massnahmen getroffen. Irene Mühlebach ist Leiterin des Landwirtschaftlichen Beratungsdienstes in Appenzell Ausserrhoden. Sie sagt: «Ammoniakemissionen sind kein neues Phänomen. Das gibt es schon seit eh und je. In den letzten Jahren sind sie aber eher zurückgegangen.» Dass die Emissionen im Appenzellerland und der Ostschweiz höher sind, liege an der Tierdichte. Zur Bekämpfung zu hoher Ammoniakverluste werden sogenannte Schleppschläuche eingesetzt. Vorteil der Schleppschläuche sei, dass die Gülle nicht in die Luft, sondern direkt auf den Boden gelange. Weiter wichtig sei, dass Gülle zum richtigen Zeitpunkt ausgebracht werde. «Optimal sind tiefe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit.» Das könne aber nicht immer eingehalten werden. «Der Landwirt muss dafür sehr flexibel sein. Vor allem bei denen, die neben der Landwirtschaft noch einer anderen Tätigkeit nachgehen, ist es nicht immer möglich, zum richtigen Zeitpunkt zu güllen», so Mühlebach. Bei Schleppschlaucheinsätzen sei nicht so eine hohe Flexibilität nötig.

Ein weiterer Vorteil sei, dass der Gestank kleiner sei. Zudem sei der Schleppschlaucheinsatz auch möglich, wenn das Gras bereits 15 bis 20 Zentimeter hoch sei. Mühlebach sagt: «Die Bauern sind auf das Thema Ammoniakemissionen sensibilisiert und interessiert daran, die Ammoniakemissionen zu senken.» Landwirte, die Schleppschläuche einsetzen, erhalten vom Bund Direktzahlungen. Ein gewisses Misstrauen sei aber dennoch vorhanden. «Die Schleppschläuche ziehen ‹Mädli›, das mögen nicht alle Bauern», dabei handle es sich aber um ein rein optisches Problem. Da das Appenzellerland sehr hügelig ist, sei der Einsatz von Schleppschläuchen zudem nicht an allen Hängen möglich. Es gebe aber auch andere Massnahmen, um gegen Emissionen anzukämpfen. Beispielsweise Windschutzvorrichtungen oder Nachtweiden.

Eine weitere Möglichkeit zur Senkung der Ammoniakemissionen ist die Zweiphasenfütterung. Diese findet vor allem in Innerrhoden bei der Schweinehaltung Anwendung. Da eine proteinreiche Ernährung zu hohen Ammoniakgehalten in den Ausscheidungen der Tiere führt, werden diese in der Mastphase möglichst proteinarm gefüttert. Zudem werde mit dieser Methode auch der Phosphorgehalt reduziert. «Schätzungsweise 85 Prozent der Schweinehalter wenden die Phasenfütterung an», so Luzia Bu­cheli, Landwirtschaftliche Beraterin in Innerrhoden. (ele)

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