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Am Winklerstich sind die Bagger aufgefahren

Die Bauarbeiten an der Appenzellerstrasse zwischen Herisau und St.Gallen haben begonnen. Hier sind Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer geplant. Am Projekt sind zwei Kantone, zwei Gemeinden und der Bund beteiligt.
Karin Erni
Vertreter der beteiligten Baufirmen, des Agglomerationsprogrammes und der beiden Kantone beim Einlenker Heinrichsbadstrasse. Hinter dem Wegweiser ist bereits die neue Strassenführung erkennbar. (Bild: Karin Erni)

Vertreter der beteiligten Baufirmen, des Agglomerationsprogrammes und der beiden Kantone beim Einlenker Heinrichsbadstrasse. Hinter dem Wegweiser ist bereits die neue Strassenführung erkennbar. (Bild: Karin Erni)

Erdhaufen und Baumaschinen verraten es: Am Winklerstich haben die Bauarbeiten begonnen. Zwischen Herisau und St. Gallen entsteht eine wintersichere Verbindung für Velofahrer und Fussgänger. Gleichzeitig wird die Einfahrt in die Heinrichsbadstrasse durch einen neuen Einlenker mit separater Linksabbiegespur verbessert. Diese kommt weiter oben Richtung Herisau zu liegen, wo die Strasse flacher ist. «Am jetzigen Engpass im Bereich des Bauernhauses hatten wir in der Vergangenheit immer wieder Rückstaus. Dies führte vor allem im Winter zu Problemen, weil die Fahrzeuge wegen der starken Steigung nicht mehr anfahren konnten», sagt Mattias Gschwend, Projektleiter Strassenbau beim Kanton St. Gallen, auf dessen Gebiet der grösste Teil des Bauvorhabens liegt. Auch sei die Kreuzung als Unfallschwerpunkt bekannt, den man so entschärfen will.

Für die Heinrichsbadstrasse gilt während der Bauzeit ab 2019 eine Einbahnregelung in Richtung Winkeln. Der Bus darf beidseitig verkehren. Zwischen Frühjahr und Sommer des kommenden Jahres wird die Strasse für rund sechs Wochen total gesperrt, damit der neue Abschnitt mit dem bestehenden zusammengeführt werden kann.

Eine separate Spur für den Langsamverkehr

Der neue Geh- und Veloweg erhält eine separate, durch einen Grünstreifen getrennte Spur. Er reicht vom Kreisel Gübsenstrasse in Winkeln bis zur Schützenstrasse in Herisau, wo er mittels einer speziellen Velo- und Fussgängerquerung die Strassenseite wechselt. Der Veloweg geht auf die Initiative des Agglomerationsprogramms St. Gallen-Bodensee zurück. Zwischen St. Gallen und Herisau habe bisher eine wintersichere Verbindung gefehlt, so Mattias Gschwend. «Für die Freizeitfahrer ist die Strecke über den Gübsensee zwar sehr schön. Sie ist aber unbeleuchtet und nicht asphaltiert. Weil E-Bikes zunehmend ganzjährig als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg eingesetzt werden, sind sie auf beleuchtete und asphaltierte Wege angewiesen.

Vorbereitungsarbeiten im Gange

Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Strassenverbreiterung. Weil in diesem Gebiet verschiedene Werkleitungen verlaufen, müssen diese verlegt oder speziell geschützt werden. Wenn dies erledigt ist, wird die Fahrbahn näher an den Hang verlegt, damit talseitig eine Stützmauer erstellt werden kann. Sie ist nötig, damit der neue Fahrstreifen für den Langsamverkehr genügend Platz erhält. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr auf der Appenzellerstrasse weiterhin zweispurig geführt, um Rückstaus zu vermeiden.

Auch auf Ausserrhoder Seite würden bald erste Vorbereitungsarbeiten durchgeführt, sagt Urs Kast, stellvertretender Kantonsingenieur von Appenzell Ausserrhoden. Weil der Parkplatz beim Alten Zoll während der Bauarbeiten als Installationsplatz genützt wird, kommen die Parkplätze für die Spaziergänger weiter nach Westen zu liegen. Im Bereich Alter Zoll muss zudem eine Wasserleitung der Gemeinde Herisau verlegt werden.

Wenn die Witterung weiterhin so günstig bleibt, rechnen die Verantwortlichen damit, dass die Bauarbeiten Ende 2019 abgeschlossen sind. Während der Sommerferien 2020 wird ein neuer Deckbelag eingebaut, wofür die gesamte Strecke für eine Woche total gesperrt wird.

Die gesamten Projektkosten belaufen sich auf 7,3 Millionen Franken, davon entfallen 2,9 Millionen Franken auf Appenzell Ausserhoden. Der Bund übernimmt rund 500000 Franken.

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