Die angenehmsten Jazztage

Es sei eines seiner angenehmsten Festivals gewesen, sagte der OK-Präsident der Jazztage im Rückblick am Montagmorgen. Die Zahl der Zuschauer hielt sich im Rahmen der Vorjahre.

Michael Hug
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Die Stimmung war gut an den Jazztagen, nur im Café Huber. (Bild: pd)

Die Stimmung war gut an den Jazztagen, nur im Café Huber. (Bild: pd)

LICHTENSTEIG. Gestern Montagmorgen atmete Ueli Mauerhofer erst mal tief durch: «Die Jazztage beanspruchen uns jeden Tag vierundzwanzig Stunden.» Natürlich werde auch im Vorfeld viel Arbeit geleistet, von den Helfern und von den Leuten im OK, aber alles kulminiere am Festivalwochenende, laufe präsenz- und kräftemässig auf einen Höhepunkt zu, der von allen mehr als nur hundertprozentigen Einsatz fordere. Zurückgeschaltet wird das Fest-Getriebe auch am Sonntag noch nicht. Während auf dem Goldenen Boden noch Zuschauer an die Konzerte im Elchzelt strömen, werden auf der Hauptgasse und auf dem Postplatz die Konzert- und Publikums-Infrastrukturen abgebaut, die Strasse gefegt und das Leergut entsorgt.

Eines der angenehmsten

Gestern Montag zog Ueli Mauerhofer ein erstes Fazit: «Es war eines der angenehmsten Festivals. Es hatte erfreulich viel Publikum, aber nirgends entstand wirklich ein Engpass.» Rund 5600 Menschen seien nach Lichtensteig gekommen, so der OK-Präsident: «Das ist in etwa der Schnitt der letzten Jahre und das ist gut so, auf diesem Level wollen wir weiter arbeiten.»

Eine logistische Herausforderung sei der Verpflegungssektor: «Es muss immer von allem genug haben und das überall. Aber wir haben sehr gute und aufgestellte Helferinnen und Helfer.» Indes, so Ueli Mauerhofer, funktioniere die Infrastruktur, das Platzangebot und der Humaneinsatz bei knapp 6000 Zuschauern gerade noch gut genug, drüber gäbe es stimmungsdämpfende Warteschlangen.

Wozu sind die Tische da?

Zur Neuerung im Kronensaal, die letztes Jahr eingeführt und heuer wieder übernommen wurde, sagte der OK-Präsident: «Das Kraftwerk wird zum sicheren Wert, die haben schon unsere Zusage für nächstes Jahr.» Auch das Kinderkonzert am Samstagnachmittag wolle man beibehalten. Gedanken mache man sich über die Bestuhlung der Konzertorte. «Wozu sind die Tische da?», fragte nämlich Job Chajes von der «Amsterdam Klezmer Band» und er war nicht alleine mit diesem Gedanken. «Um darauf zu tanzen», haben sich wohl die Fans beim Auftritt der «Kummerbuben» gedacht und haben die Berner auf den Tischen und Bänken tanzend abgefeiert. Vom Tisch gefallen ist dabei niemand. Gemäss Ueli Mauerhofer waren keine Unfälle zu verzeichnen. Nicht nur deshalb seien es schöne Jazztage gewesen: «Auch die Musiker sind alle sehr zufrieden von ihrem Auftritt und der Betreuung gewesen.» Wohl einige darunter machten nach dem Auftritt die selbe Feststellung, wie sie Chris Käufeler, Saxophonist bei «remob & the keys», am Morgen danach machte: «Mein Anzug war immer noch bachnass.»