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Mit Halbfinaleinzug die Amtszeit der Trainer verlängert

Halbfinalqualifikation für der Unihockeyspielerinnen von UH Appenzell: Eine der Schlüsselfiguren des NLB-Teams trifft gegen Basel Regio innert 26 Stunden siebenmal. Die Physis ist ein Thema – und der Bobsport.
Lukas Pfiffner
Die Passgeberin und die Torschützin: Nicole Fässler und Samira Eberle (von rechts) bejubeln am Sonntag mit ihren Kolleginnen des UH Appenzell das zweite Tor. (Bild: Lukas Pfiffner)

Die Passgeberin und die Torschützin: Nicole Fässler und Samira Eberle (von rechts) bejubeln am Sonntag mit ihren Kolleginnen des UH Appenzell das zweite Tor. (Bild: Lukas Pfiffner)

Ein ganzes Frauenteam sass am Sonntagabend in der Turnhalle Gringel in Appenzell am Boden und imitierte einen Bob. Die Geste war nicht einfach aus der Feierlaune heraus entstanden: Die Spielerinnen von UH Appenzell wollten sich damit bei ihrem Fitnesstrainer Alex Baumann bedanken. Der ehemalige Bobfahrer hatte die zweite Viertelfinalpartie gegen Basel Regio verfolgt. «Er hat uns weitergebracht, nicht nur physisch, sondern auch mental», sagte Nicole Fässler, die Stürmerin, die es fertigbrachte, innert 26 Stunden sieben Tore zu schiessen – fünf am Samstag, zwei am Sonntag.

Schnell und hart

15:3 hatte Appenzell das erste Viertelfinalspiel der NLB in Basel gewonnen. War das nun im Hinblick auf das Rückspiel ein sehr gutes oder ein speziell gefährliches Resultat? «Primär ist es gut, aber es birgt auch Gefahren. Auf diese haben wir die Spielerinnen aufmerksam gemacht», meinte vor der zweiten Partie Aldo Blaser, einer der Appenzeller Trainer. Diese verlief sehr schnell und hart. Nicole Fässler war davon nicht überrascht: «Wir erwarteten einen grossen Kampf beider Teams; dagegen war es für uns am Samstag ab dem zweiten Drittel mehr auf spielerische Art gelaufen.»

Grosses Pensum der Rückkehrerin

Die Einheimischen gingen früh durch Fässler in Führung. Die Baslerinnen glichen zu Beginn des zweiten Drittels aus. Samira Eberle, eine aus der Herisauer Fraktion bei den Innerrhoderinnen, traf zum 2:1. Der Ausgang der Partie blieb offen, das Geschehen umstritten. Trotz aller körperlichen Akzente pfiffen die Schiedsrichter keine einzige Strafe. Mittendrin: Nicole Fässler, der kurz vor Schluss das 3:1 gelang. «Sie war natürlich eine der Schlüsselfiguren», sagte Marco Solenthaler, Blasers Trainerkollege.

«Sie hat Erfahrung darin, sich in solch physischen Spielen durchzusetzen.»

Die 23-jährige Stürmerin gehörte drei Saisons den Red Lions Frauenfeld an, kehrte im vergangenen Frühling vom NLA-Verein zu ihrem Stammclub zurück. Fässler leistete ein grosses Pensum, kam zwischen verschiedenen Spielerinnen zum Einsatz. «Ganz an die Grenzen gekommen bin ich nicht», blieb sie gelassen.

13 Uhr in Winterthur, 19 Uhr in Basel

Den Ligaerhalt hatten sie in Appenzell nach dem Aufstieg in die NLB als Ziel ausgerufen. Als Fünfter beendete das Team die Qualifikation, den Vierten Basel eliminierte es nun. Fässler: «Wir hatten auch Tiefs im Verlauf der Meisterschaft. Aber der Zusammenhalt war wichtig, wir kämpften uns jeweils zurück.» Nun verlängerten die Spielerinnen mit der Halbfinalqualifikation quasi die Amtszeit ihres Trainertrios. Mit Aldo Blaser, Marco Solenthaler und Anita Messmer werden nämlich nach vier Jahren die drei Verantwortlichen zurücktreten. Solenthaler und Blaser spielen in der 2.-Liga-Mannschaft der Innerrhoder. Der zeitliche Aufwand sei schon sehr gross, erklären sie. Es sei in der laufenden Meisterschaft immer aufgegangen, dass sie die eigenen Spiele absolvieren und die Frauen betreuen konnten. Am vergangenen Samstag begann um 13 Uhr die Partie der Männer in Winterthur, um 19 Uhr jene der Frauen in Basel.

Halbfinalgegner noch nicht bekannt

Auf wen Appenzell im Halbfinal am 2./3. März treffen wird, ist offen. Die anderen drei Viertelfinalserien stehen 1:1 und werden am Sonntag entschieden. Dass man aus dem Rhythmus komme, weil sein Team zwei Wochen keinen Ernstkampf hat, glaubt Aldo Blaser nicht. «Es ist gut so. Wir haben ein paar angeschlagene Spielerinnen, die sich nun erholen können.»

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