Die Amerikaner schiessen wie Cowboys

Der Präsident des Veteranenverbandes AR, Hansueli Wälte, schiesst nicht nur, sondern ist auch ein Weltenbummler und kennt den internationalen Schiesssport. Wie angesehen ist der Schiesssport in der Welt?

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Hansueli Wälte Präsident der Schützenveteranen Appenzell Ausserrhoden (Bild: keb)

Hansueli Wälte Präsident der Schützenveteranen Appenzell Ausserrhoden (Bild: keb)

Der Präsident des Veteranenverbandes AR, Hansueli Wälte, schiesst nicht nur, sondern ist auch ein Weltenbummler und kennt den internationalen Schiesssport.

Wie angesehen ist der Schiesssport in der Welt?

Der Schiesssport wird nirgends so gepflegt wie in der Schweiz. Das hängt damit zusammen, dass der Soldat seine Waffe mit nach Hause nehmen kann. Wäre das nicht mehr der Fall, so befürchte ich, stirbt der Schiesssport in der heutigen Form aus.

Sie waren auf Ihren Reisen auch in den USA. Wie funktioniert dort der Schiesssport?

Dort ist es ganz anders als bei uns. Ein Beispiel: Einmal bin ich mit einem Jäger schiessen gegangen. Da sind wir einfach auf eine Lichtung im Wald spaziert und haben auf eine rudimentäre Scheibe geschossen. Die Regelungen sind dort noch nicht so streng wie bei uns.

Wenn Sie die Schiesskünste der Amerikaner beurteilen sollten: Wer schiesst besser? Der Schweizer oder der Amerikaner?

Die Amerikaner schiessen viel ungenauer als wir. Davon ausgenommen sind diejenigen, welche in der Nationalmannschaft sind. Dort sind es Cowboys: Mit genug Schüssen trifft man auch mal. Das Schiessen hat dort halt mehr den Hintergrund eines Selbstschutzes. Das ist ihnen wichtiger als der Sport.

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