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Die alten Wanderwegweiser aus dem Alpstein kommen auf den Markt

Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist, sollte am Mittwoch den Chlausmarkt in Appenzell besuchen. Bei den begehrten gusseisernen Tafeln gilt: «De Schneller isch de Gschwinder».
Karin Erni
Zahlreiche Wanderwegweiser suchen einen neuen Verwendungszweck.

Zahlreiche Wanderwegweiser suchen einen neuen Verwendungszweck.

Sie haben jahrzehntelang Sonne, Sturm und Schnee getrotzt und manchem verirrten Wanderer den rechten Weg gezeigt. Die gelben Wegweiser im Alpstein. Am Mittwoch kommen sie – buchstäblich – auf den Markt. Am Chlausmarkt Appenzell werden dieses Jahr alte Wanderwegweiser aus sieben Jahrzehnten zum Verkauf angeboten.

«Die Innerrhoder Bezirke wollen zuerst den Einheimischen die Möglichkeit geben, sich einen Wegweiser zu kaufen.»

Der Grund für die Verkaufsaktion: In den letzten Jahren sind die Wanderrouten im Alpstein digitalisiert worden. Im Zuge dieser Arbeiten wurden an fast 500 Standorten die bestehenden Wegweiser entfernt und durch neue ersetzt. Während die alten Tafeln aus Gusseisen an den dreidimensionalen Buchstaben erkennbar sind, sind die Aufschriften bei den neuen flach, da lediglich aufgeklebt. Diese haben zwar nicht mehr den selben Charme, sind aber kostengünstiger in der Herstellung und auch praktischer, weil sie beidseitig beschriftet werden können. Die demontierten Tafeln wurden aber nicht einfach ins Alteisen geworfen, sondern aufbewahrt. Sieben Palettenboxen Material sind so mit der Zeit zusammengekommen.

Kein Verkauf übers Internet

Die Innerrhoder Bezirke als Eigentümer hätten sich bewusst dagegen entschieden, die Wegweiser übers Internet an den Meistbietenden zu versteigern, sagt Guido Buob, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AI. «Stattdessen wollen sie zuerst den Einheimischen die Möglichkeit geben, sich einen Wegweiser zu kaufen.» Die Bevölkerung sei es schliesslich auch, die manchmal unter den Folgen des Tourismus zu leiden hätte.

«Ausserdem gibt es hier viele Leute, die einen persönlichen Bezug zu einem bestimmten Berg oder eine schöne Erinnerungen an eine Örtlichkeit haben.» Sie alle können sich am Mittwoch ab 8 Uhr auf dem Chlausmarkt auf die Suche nach ihrer Lieblingstafel machen. Die drei Marktstände sind an der Hauptgasse unter der Kirchengalerie zu finden. Die gegossenen Wegweiser kosten pro Zeile 10 Franken, für ein weisses Standortfeld mit Ortsangabe muss 15 Franken berappt werden. Günstiger sind die geklebten Ausführungen, von denen es auch einige zu kaufen gibt.

Verkaufserlös kommt Wanderwegen zu Gute

Weil die Wegweiser Eigentum der jeweiligen Bezirke sind, komme der Erlös aus dem Verkauf wieder dem Wanderwegnetz zu Gute, sagt Guido Buob. «Wir wollen an einigen Punkten im Wandergebiet neue Übersichtstafeln anbringen. Die geplanten Swisstopo-Karten zeigen das Gebiet im Massstab 1:25000, damit sich Wanderer besser orientieren und gemeinsam die Route besprechen können.»

«Recht am eigenen Wegweiser»

Die Berggasthäuser im Alpstein haben gemäss Buob ein Vorkaufsrecht auf «ihren» Wegweiser mit der Standortbezeichnung. «Die Bergwirte leisten pro Jahr rund 1000 Stunden Fronarbeit für die Instandhaltung der Wanderwege.» Diese Tafeln seien also bereits reserviert. Nur für den Äscher habe sich noch niemand gemeldet. «Sie wäre also noch zu haben.»

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