Die ältere Garde am Gardasee

Männerriege Nesslau

Hansruedi Rohner
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Wie immer über das Bettagswochenende machte sich die ältere Garde auf die Reise an den Gardasee. Für drei Tage verabschiedeten wir uns vom Toggenburg und schon beim Mittagessen wurde klar, dass die italienische Küche viel zu bieten hat. Nach dem Zimmerbezug im Hotel machten wir uns auf die erste Wanderung.

Ein Blick zum Himmel zeigte uns, dass Regenschutz oder Schirm in den Rucksack gehören, und tatsächlich begleitete uns dann ein kleiner Regenguss auf dem Weg über die Klippen am Ufer des Sees. Nach einer Pause im Grotto kamen dann der Rückmarsch zum Hotel und die Abfahrt zu einem Restaurant am See. Auch da wurden wir mit Essen aufs Beste verpflegt. Am Samstagmorgen war zeitig Tagwache. Nach dem Frühstück absolvierte die Gruppe eine kurze Wanderung zum Porto San Felice. Per Schiff erreichten wir Salo. Der Besuch des Marktes durfte nicht fehlen, und einige Salamis und Coppas fanden den Weg in unsere Rucksäcke. Danach lernten wir alten Hasen auch noch eine neue Sportart kennen. In einer Bocciahalle spielten wir während zweier Stunden, und es wurde hart um jeden Punkt gekämpft. Dass manche Würfe zu lachen gaben, war natürlich vorprogrammiert, aber auch verborgene Talente waren auszumachen.

Was kam als Nächstes? Natürlich das Nachtessen. Beim Apéro auf einer Anhöhe neben dem Restaurant konnten wir den See und die Städtchen am Ufer in schönstem Lichterglanz sehen. Der Sonntag begann mit einer Schifffahrt von Porto Portese auf die Isola del Garda, und das schöne Schloss war einen Besuch wert. Schöne Gärten, gut erhaltene geschichtsträchtige Räume und ein toller Ausblick auf den See machten den Besuch perfekt. Nach der Rückfahrt wollten wir noch das gross angekündigte Fest der Alpinis in Portese besuchen. Aber was war denn da los? Gar nichts. Ausser viel Dekoration im Städtchen war vom Fest nichts mehr zu sehen. Das sei am Mittag schon beendet, liessen wir uns sagen, und etwas enttäuscht steuerten wir aufs nächste Restaurant zu. Die Enttäuschung war aber schnell verschwunden, und bei einem Bier und kalten Plättli kam die gute Stimmung schnell wieder zurück. Wäre nicht die Heimreise auf dem Programm gestanden, wer weiss, wären wir vielleicht immer noch dort. So mussten wir halt den Bus besteigen und nahmen die Fahrt nach Hause unter die Räder.

Hansruedi Rohner