Die 300er-Marke knacken

Der Förderverein des Kleintheaters Alte Stuhlfabrik hat sich für das zweite Jahr drei Ziele gesetzt. Dies wurde an der ersten Hauptversammlung bekannt. Ebenso wurden von Künstlern gestaltete Stühle versteigert.

Roger Fuchs
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Stehen dem Förderverein Alte Stuhlfabrik vor: Kassier Emanuel Steiner, Präsident Marcel Walker und Beisitzer Markus Brönnimann. (Bild: RF)

Stehen dem Förderverein Alte Stuhlfabrik vor: Kassier Emanuel Steiner, Präsident Marcel Walker und Beisitzer Markus Brönnimann. (Bild: RF)

Roger Fuchs

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@appenzellerzeitung.ch

Die Präsenz des Herisauer Kleintheaters Alte Stuhlfabrik in der Öffentlichkeit soll verstärkt werden. Der Förderverein hat einen entsprechenden Antrag des Betriebsvereins in der Höhe von knapp 13 000 Franken bewilligt. Dies gab Marcel Walker, Präsident des Fördervereins, an der ersten Hauptversammlung bekannt. Besseres Marketing ist allerdings nur eines von insgesamt drei Zielen für das zweite Geschäftsjahr. Ebenso will man die Mitgliederbasis vergrössern und die Zahl der Einzelmitglieder von heute 286 über die magische 300er-Marke hinaus bringen sowie die Anzahl Firmen von heute neun auf zwanzig erhöhen. Drittens gilt es intern noch Abläufe und Verantwortlichkeiten zwischen dem Förderverein und dem von Philipp Lan­genegger präsidierten Betriebsverein zu klären. «Dass zwei Vereine gut harmonieren, ist anspruchsvoll», so Marcel Walker.

80 Mitglieder waren der Einladung zur ersten HV gefolgt. In nicht einmal zwanzig Minuten konnten die offiziellen Traktanden abgehandelt werden. Das letztjährige Gründungsprotokoll wurde zur Kenntnis genommen, der Jahresbericht und die Jahresrechnung wurden abgesegnet. Der Vorstand mit Marcel Walker als Präsident, Emanuel Steiner als Kassier und Beisitzer Markus Brönnimann schaffte die Wiederwahl problemlos.

Das Vermögen des Fördervereins betrug per Ende letzten Jahres knapp 17 000 Franken, wie Emanuel Steiner ausführte. Zu den Einnahmen von insgesamt rund 27 000 Franken zählte nebst den Mitgliederbeiträgen und freiwilligen Zuwendungen eine Anschubfinanzierung der Johannes-Waldburger-Stiftung in der Höhe von 12 000 Franken. Ausgaben in der Höhe von total 10 000 Franken generierten das Eröffnungsfest sowie die Erstellung der Homepage. Die Jahresbeiträge bleiben unverändert bei 50 Franken für Einzelmitgliedschaften und bei 500 Franken für Firmen.

Es gibt wieder ein Weihnachtsmärchen

Wie im Anschluss an die offiziellen Traktanden Schauspieler Philipp Langenegger informierte, wird die neue Spielsaison am 23. September mit einer Swing-Party eröffnet und gleichzeitig das 1-Jahr-Jubiläum gefeiert. Nebst namhaften Künstlerinnen und Künstlern, die in der kommenden Saison im Kleintheater auftreten werden, will man das im vergangenen Jahr als Experiment gestartete Goofetheater weiterführen und sogar noch intensivieren. Auch ein Weihnachtsmärchen ist gemäss Langenegger wieder geplant. «Tischlein, deck dich!» wird als Schattentheater auf die Bühne der Alten Stuhlfabrik kommen.

350 Franken für Zellwegers Stuhl

Ein Programmpunkt an der Hauptversammlung knüpfte an das Eröffnungsfest an, als Kinder in der Stuhlfabrik gelagerte, alte Stühle bemalen durften und diese dann versteigert wurden. Inzwischen haben die fünf Kunstschaffenden Orfea Mittelholzer, Gret Zellweger, Verena Kürsteiner, Stephan Schweizer und Matthias Krucker alias Kuk ebenfalls Stühle gestaltet. Jener von Zellweger wechselte gleich für 350 Franken den Besitzer. Die anderen Exemplare wurden erst nochmals bestaunt, bevor sie im Anschluss an die HV von der ein oder anderen Person womöglich auch noch käuflich erworben wurden. Den musikalischen Rahmen setzten Werner Alder und Maya Stieger wie auch Peter Lenzin und Sämi Zünd. Letztere begeisterten mit alten Schlagern.

Die zweite Hauptversammlung des Fördervereins findet am 8. Juni 2018 statt.