Deutschkurse finden Anklang

WATTWIL. Mitglieder der Integra Toggenburg unterrichten auf Freiwilligenbasis in den Chrischona-Gemeinden Wattwil und Ebnat-Kappel Asylbewerber. Bereits sind zwei Unterrichtszeiten eingeführt, weil Neuanmeldungen zunehmen.

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Die Nachfrage nach Deutschkursen wird immer grösser: Das Angebot wurde bereits erweitert. (Bild: pd)

Die Nachfrage nach Deutschkursen wird immer grösser: Das Angebot wurde bereits erweitert. (Bild: pd)

Diesen Mittwochnachmittag wurden bereits zwei Unterrichtszeiten eingeführt, weil es am Montag in Ebnat-Kappel zwanzig Neuanmeldungen gegeben hatte. Die Deutschkurse sind beliebt. «Neu sind viele Somalier neben Eritreern, Afghanen, Tibetern, Syrern und anderen hier», gibt Vreni Hofer, Koordinatorin im Toggenburg, Auskunft.

Kinder werden betreut

Die Asylbewerber schätzen die Beschäftigung und Abwechslung. Im Kinderhüteraum kümmern sich die Oberstufenschülerin Janne Mack und die Lehrstellensuchende Almasa Kozar um die Kinder der Lernenden. Die Lehrpersonen, Laien und pensionierte Lehrer, sind gefordert, dem Niveau der Ausländer gerecht zu werden.

Bei der Neuaufnahme gibt es einen Test, damit die Zuteilung möglichst passend in die Alphabetisierungs-, Anfänger- oder Fortgeschrittenengruppe vorgenommen werden kann. Gedacht sind diese Deutschkurse für Personen im Asylverfahren, die gerne lernen und die Atmosphäre schätzen. Beim vermittelten Wortschatz geht es um Alltagssituationen wie in einem Einkaufsladen, beim Arzt oder korrekte Angaben der Personalien. An diesem Nachmittag ist im Untergeschoss ein arbeitsloser Iraner und ehemaliger Deutschschüler einer Gruppe junger Männer beim Ausfüllen eines Übungsblattes behilflich. Daneben übt Anni Bösch mit einer Gruppe das Formulieren und Schreiben von Sätzen rund um die Familie, den Wohnort und die Wohnung. Im oberen Stockwerk und Gottesdienstraum schreiben Neulinge einen Test für die Einstufung, betreut durch Bernhard Schmid.

Die Wochentage lernen

Im Eingangsbereich üben ebenfalls junge Erwachsene unter der Leitung von Maja Schegg und Brigitte Brunner die Wochentage, Monatsnamen und Jahreszeiten. Nach 90 Minuten kommen neue Schüler und andere Lehrer. Eine gelungene Nutzung der Räumlichkeiten unter der Woche. (pd)