Desolate Orgel stiehlt neuen Mitgliedern die Show

An der Kirchgemeindeversammlung wird kaum diskutiert, bis die Orgel in der katholischen Kirche zur Sprache kommt. Für deren Sanierung werden 60000 Franken bewilligt. Auf wenig Gehör stösst die mögliche Anschaffung eines Flügels.

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Claudia Dietrich und Dominik Krummenacher sind die neuen Mitglieder des Kirchenverwaltungsrats. Jeanette Lehmann wird in den Pfarreirat gewählt, und Irene Hasler tritt als Aktuarin zurück. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Claudia Dietrich und Dominik Krummenacher sind die neuen Mitglieder des Kirchenverwaltungsrats. Jeanette Lehmann wird in den Pfarreirat gewählt, und Irene Hasler tritt als Aktuarin zurück. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Für Diskussionsstoff sorgte besonders die Orgel der katholischen Kirche Teufens. Diese befinde sich laut Pfarreileiter Stefan Staub in einem desolaten Zustand. «Es sind nur noch 4 von 28 Registern spielbar, obwohl die Orgel alle drei bis fünf Jahre gewartet wird», sagte Staub und fügte an, dass eine solche Wartung in diesem Jahr auf die Pfarrei zukomme. Der Kostenpunkt liege bei 50000 bis 60000 Franken. Diese Investition genüge jedoch nur, um die Orgel so herzurichten, dass sie weiter bespielbar bleibe, so der Pfarreileiter. Als Alternative werde im Kirchenverwaltungsrat die Möglichkeit eines Flügels geprüft, den man im vorderen Teil der Kirche platzieren würde. Für diesen beantragte der Kirchenverwaltungsrat einen Kredit von weiteren 40000 Franken. Da Letzteres den Stimmberechtigten zu wenig ausgereift erschien und nur wenige überzeugte, lehnten sie den Kreditantrag über insgesamt 100000 Franken ab und einigten sich stattdessen auf einen Kredit von 60000 Franken für die Wartung der Orgel.

Zuvor und auch danach gab es kaum Diskussionen an der Versammlung der Pfarrei Teufen- Bühler-Stein. Sämtliche Abstimmungen – ob zu den Protokollen der letztjährigen Versammlungen, der Rechnung oder dem präsidialen Bericht – verliefen reibungslos. Auch die neuen Kirchenverwaltungsratsmitglieder Claudia Dietrich, die anstelle der zurückgetretenen Irene Hasler neu das Amt der Aktuarin übernimmt, und Dominik Krummenacher, der im Ressort Raumverwaltung/Schliesssysteme wirken wird, sowie das neue Pfarreiratsmitglied Jeannette Lehmann wurden von den 47 Stimm­berechtigten gewählt. Bestätigt wurden ausserdem Richard Wiesli und Waltraud Schirmer als Delegierte im Zweckverband der Seelsorgeeinheit Gäbris.

Ja zur neuen Ordnung

Auch die neue Ordnung für den Verband römisch-katholischer Kirchgemeinden des Kantons Appenzell Ausserrhoden wurde angenommen. Präsident Alfons Angehrn ging auf die wichtigsten Neuerungen ein. Unter anderem sind 16-Jährige neu stimm- und wahlberechtigt und können somit aus der Kirche austreten. Ausserdem kann die Pfarrei künftig mitentscheiden bei der Wahl neuer Seelsorger. Überdies ermöglicht die Ordnung einen grösseren Spielraum bei der Ansetzung der Kirchgemeindeversammlungen, die neu im ersten Halbjahr stattfinden müssen. (arc)