Der Wortjongleur

Kilian Schalk und seine Mutter Marianne leben in Tingen, einer Kleinstadt, deren Bewohner fast alle katholisch sind. Bei Kilians Grossmutter in einer Villa am See – und nicht wie seine Spielkameraden in Viele-Leute-Wohnhäusern mitten in der Stadt – erlebt Kilian seine Kinderjahre.

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Kilian Schalk und seine Mutter Marianne leben in Tingen, einer Kleinstadt, deren Bewohner fast alle katholisch sind. Bei Kilians Grossmutter in einer Villa am See – und nicht wie seine Spielkameraden in Viele-Leute-Wohnhäusern mitten in der Stadt – erlebt Kilian seine Kinderjahre. Es ist eine einsame Zeit, ohne Spielkameraden. Die Grossmutter ist streng. Kilian ist unehelich geboren, ein Bankert – und das müssen Mutter und Kind deutlich spüren. Sie erfahren Verachtung von allen Seiten. Wohl gerade darum wird Kilian zu einem genauen Beobachter, zu einem Stimmungsfänger. Nach Grossmutters Tod müssen sie die Villa verlassen. Fortan wohnen sie in einer Arbeitersiedlung, welche zur Waffenfabrik gehörte. In der Wohnung lebte jemand, der für den Krieg war, voller Begeisterung Waffen herstellte, mit denen Menschen getötet wurden. Erst spät, mit 17 Jahren, hat Kilian den Mut zu fragen: «Wer, verdammt, wer ist mein Vater?»

Sigrun Casper: Der Wortjongleur, Roman, Konkursbuch-Verlag Claudia Gehrke, 256 Seiten Stadtbibliothek Wil Öffnungszeiten: Montag geschlossen Dienstag 9 bis 19 Uhr, durchgehend Mittwoch 14 bis 18 Uhr Donnerstag 9 bis 11 Uhr und 14 bis 18 Uhr Freitag 14 bis 18 Uhr Samstag 8.30 bis 13 Uhr www.stadtwil.ch/bibliothek