Der Wald verjüngt sich natürlich

Biodiversität sowie die Forstbetriebe Obertoggenburg und das Holzenergiezentrum Toggenburg sind Themen, über die an der Ortsbürgerversammlung informiert wurde. Rund 118 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger nahmen teil.

Drucken

Nesslau. «Und wie steht es mit dem Schweizer Wald?», fragte Köbi Rutz am Anfang seines Verwaltungsberichts 2009. «Die Vereinten Nationen – wozu auch die Schweiz gehört – hat das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der Biodiversität ausgerufen.» Von 1980 bis 2000 verschwanden in der Schweiz täglich 11 Hektaren Kulturland, was 1,3 Quadratmetern pro Sekunde entspricht. 2009 waren es immer noch 0,8 Quadratmeter, erläuterte Rutz.

Aber: «Gemäss den Ergebnissen des Landesforstinventars wird der Schweizer Wald immer naturnaher und verjüngt sich natürlich und erfährt eine laufende Zunahme an Baumarten und Strukturvielfalt.»

Erfreuliche Bilanz

«Diese erfreuliche Bilanz unterstreicht, dass sich die Waldeigentümer und Forstleute in hohem Masse und oft freiwillig zugunsten der Biodiversität engagieren.

» Für Rutz ist aber nicht nur das eine erfreuliche Sache, sondern auch die Forstbetriebe Obertoggenburg (FOAG): «Das Gründungsmotto <Zusammen sind wir stärker und effizienter> hat sich bewahrheitet. Die FOAG hat die Skeptikern Lügen gestraft und kann erste Erfolge vermelden.» Nach deren Gründung seien die Holzpreise in den Keller gefallen, und da konnte die FOAG ihre Stärken unter Beweis stellen: grosse Flexibilität und Marktnähe. Zudem weist die erste Erfolgsrechnung einen Gewinn von knapp 12 000 Franken auf.

Wärme ab August

Im vergangenen Juni war Spatenstich für das Holzenergiezentrum Toggenburg (HEZT). Das Ziel sei ambitioniert, aber Köbi Rutz ist zuversichtlich, dass «wir per August Wärme liefern können». Das bedeutet, dass das Gebäude per Ende Juli fertiggestellt sein müsse. Erste Heizversuche werden im Mai und Juni vorgenommen. Für die Holzlogistik habe der Verwaltungsrat unter sechs Bewerbern auswählen können. Und für die Stelle des Heizkraftführers konnte Beni Tschumper aus Stein gewonnen werden.

Erweiterung Ijentaler-Weiher

Der Firma Robert Fuchs AG wurde die Konzession für weitere 50 Jahre gewährt. Ebenfalls wurde deren Begehren, den Ijentaler-Weiher zu vergrössern, vom Verwaltungsrat gutgeheissen. Neu wird der Stau-Weiher ein Nutzvolumen von 15 000 Kubikmeter aufweisen. Die Ijentalerstrasse wird während der Bauphase in Mitleidenschaft gezogen. Deren Wiederherstellung nach Beendigung der Bautätigkeit müsse gewährleistet werden, betonte Köbi Rutz.

Alle weiteren Geschäfte wurden speditiv behandelt und einstimmig angenommen. Nach Versammlungsschluss genossen die Ortsbürger gemeinsam mit den Gästen Christof Gantner, Regionalförster; Thomas Abderhalden, Revierförster und dem Ehrenbürger Jakob Lusti die Darbietungen des Singchörli Laad und des Männerchor Laad. (cbu)

Aktuelle Nachrichten