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Glosse

IG Sport Region Herisau wirbt mit unbekanntem Turner - und will dies ändern

Herisaus Bevölkerung ist gefordert: Das Dorf hat einen neuen Star, nur leider kennen ihn nicht einmal die Organisatoren, die ihn für Werbezwecke verwenden. Eine Glosse.
Roger Fuchs
Der Werbebube der IG Sport. Nur leider kennt ihn die IG nicht. Bild: PD

Der Werbebube der IG Sport. Nur leider kennt ihn die IG nicht. Bild: PD

Was für eine skurrile Situation: Die IG Sport wirbt für die Jubiläumsausgabe der Herisauer Sporttage, hat aber keine Ahnung, mit wem sie dies tut. Doch von vorne: Die Sporttage finden heuer zum zehnten Mal statt. Nur verständlich, wurden dazu ein schönes Plakat und Flyer entworfen, mit denen für die Sportangebote und den Jubiläumsanlass vom 30. Januar geworben wird. Doch hoppla: Eine Kleinigkeit hat man nicht beachtet. Wer um Himmelswillen ist nur der kleine Junge auf dem Bild, der auf einem Schwedenkasten zu einer kunstturnerischen Aktion ausholt? Niemand aus dem Organisationskomitee kenne seinen Namen, so der verzweifelte Hilferuf an die Redaktion.

Und so ist nun die ganze Bevölkerung gefordert. In Herisau ist ein neuer Star geboren, doch leider ein namenloser. Das Einzige, das sich über ihn sagen lässt: Er ist fotogen und beherrscht das Einmaleins des Turnens. Ob er jedoch zum neuen Star werden wollte, steht in den Sternen. Man nehme einfach ein schönes Bild, lautete offenbar die Devise bei der IG Sport Region Herisau. Angesichts des engagierten Mitmachens des Buben kann zumindest davon ausgegangen werden, dass es ihm an einem der vergangenen Sporttage gut gefallen hat und er nun auch gerne für diese Veranstaltung als Werbeträger auftritt.

Vielleicht der Start einer grossen Werbekarriere

Wie die IG Sport ausrichten lässt, soll dem Kleinen - wenn er denn gefunden ist - für seine Dienste sogar ein Präsent überreicht werden. Ja hoffentlich, würde man als Erwachsener bilanzieren. Die Werbeindustrie macht mit ihren Werbeträgern sogar richtige Verträge. Da fliesst dann zünftig Geld. Wer weiss, vielleicht ist das der Start einer entsprechenden Karriere. Den Kopf des Buben gilt es, sich wohl schon einmal zu merken. In einigen Jahren verkauft er uns am Bildschirm vielleicht Kaffee, wirbt für Bettwäsche, eine Sport- oder Automarke. Hoffentlich nicht ungefragt.

Die sportlichen Geister bei der IG sinnieren derweil bestimmt schon darüber, wie sie sich künftig vor solchen Schwierigkeiten bewahren wollen. Wer weiss, vielleicht springen bei den anstehenden Jubiläums-Sporttagen alle Kinder mit einem auf ihrem T-Shirt aufgedruckten Namen herum. Oder es gibt ein ausgefallenes Namenstattoo auf die beiden Backen. Am besten ergänzt mit Jahreszahl, nicht damit man eines Tages zusätzlich feststellen muss, dass ein verwendetes Foto von der ersten Ausgabe der Sporttage stammt und der Protagonist sich längst zum grossen Mann entwickelt hat.

P.S.: Wer den Namen des Jungen kennt, erlöse doch die IG Sport unter www.igsport.ch.

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