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Der Traum vom Weltmeistertitel: Die Skateboard-Geschwister Julia und Felix Meier aus Herisau wollen hoch hinaus

Mit zwei und vier Jahren standen Felix und Julia Meier zum ersten Mal auf dem Brett. Heute gehören die Geschwister aus Herisau in ihrer Alterskategorie zu den Besten der Schweiz.
Claudio Weder
Skateboardnachwuchs aus Herisau: Felix (10) und Julia Meier (12) gehören in ihrer Alterskategorie zu den Besten. (Bild: Claudio Weder)

Skateboardnachwuchs aus Herisau: Felix (10) und Julia Meier (12) gehören in ihrer Alterskategorie zu den Besten. (Bild: Claudio Weder)

Sie sind kaum zu schlagen: Julia (12) und Felix Meier (10) fahren sowohl auf dem Skateboard als auch auf dem Snowboard zurzeit von Podestplatz zu Podestplatz. Der jüngste Erfolg: Am Wochenende haben die beiden in ihrer Alterskategorie den ersten Snowboard-Contest der Saison in Les Diablerets (VD) gewonnen. Auch auf dem Pumptrack fährt derzeit kaum jemand schneller als die Geschwister aus Herisau: Julia holte sich dieses Jahr an der «Pumpking-Challenge» den Meistertitel und darf sich seither «Pump-Queen» nennen. Dies kommt ungefähr dem Schweizermeistertitel gleich. Ihr jüngerer Bruder sicherte sich beim selben Wettkampf bereits zum zweiten Mal in Folge den Toursieg bei den «Rookies».

Noch zu früh für eine Profikarriere

Julia und Felix wollen hoch hinaus: Beide träumen davon, einmal den Weltmeistertitel zu holen. Beste Voraussetzungen also für eine Profikarriere. Oder nicht? «Es ist noch zu früh, dies zu entscheiden», sagt Vater Manfred Siegrist, der selbst leidenschaftlicher Brettsportler ist und in Gossau ein Skate- und Snowboardgeschäft betreibt. Von ihm haben die Geschwister das Talent geerbt und von ihm werden sie auch trainiert. Siegrist will Julia und Felix möglichst viel kreativen Freiraum lassen: «Sie sollen erst einmal tun, wozu sie gerade Lust haben.»

Eine Profikarriere hiesse nämlich, auf vieles zu verzichten. Zudem ginge der Spass an der Sache verloren, ist Siegrist überzeugt. «Es ist etwas anderes, wenn ein Vater seine Kinder bloss ins Kadertraining fährt und dort abliefert, oder ob er – wie ich das mache – gemeinsam mit ihnen auf den Berg oder in den Park geht und den 360er sogar noch selbst vorzeigt», sagt er. Während der Sommersaison stehen Julia und Felix auf dem Skateboard, im Winter auf dem Snowboard. Fünf Wettkämpfe im Sommer, acht bis zehn im Winter.

Für welche Brettsportart sich Julia und Felix entscheiden würden, wenn sie müssten, können sie nicht genau sagen. Sie kennen die Vor- und Nachteile der beiden Sportarten aber ganz genau: «Beim Skateboarden dauert es weniger lang, bis man angezogen ist», sagt Felix. «Dafür tut es mehr weh, wenn man hinfällt.» Einen ganz anderen, aber ebenso pragmatischen Aspekt betont seine Schwester: Sie mag es nicht, lange im Auto zu sitzen, um ins nächste Skigebiet zu fahren.

Stundenlanges Training

Auch wenn sich Snowboarden und Skateboarden perfekt ergänzen, ist nicht jeder Snowboarder auch ein guter Skateboarder, sagt Siegrist. Skateboarden sei um einiges schwieriger, da das Brett an den Füssen nicht fixiert sei. Das stelle vor allem an den Gleichgewichtssinn Anforderungen.

«Bis Julia und Felix auf dem Niveau waren, auf dem sie heute sind, war jahrelanges und intensives Trainings nötig», sagt er. Im Sommer trainieren die Geschwister zwei bis drei Mal in der Woche, hinzu kommen zwei zusätzliche Trainings an der Sportlerschule Appenzellerland. «Auch am Wochenende sind wir oft mehrere Stunden in den Skateparks unterwegs», fügt Mutter Daniela Meier hinzu. Zum Training fährt die in Herisau wohnhafte Familie jeweils nach Flawil oder Berneck. Denn in Herisau gibt es weder einen Pumptrack noch einen Skatepark. «Das finde ich schade», sagt Felix. Auch seine Schwester hätte gerne einen vor ihrer Haustür – das Im-Auto-Sitzen ist bekanntlich nicht ihr Ding.

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