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«Der Stolz ist grösser als die Vernunft»

Seit er laufen kann, rennt er einem Ball hinterher. Der Bühlerer Matijas Dunder ist begeisterter Fussballspieler – und begeisterter Fan. Acht oder neun Trikots der kroatischen Fussballnationalmannschaft hängen in seinem Kleiderschrank.
Julia Nehmiz
Acht oder neun Trikots der kroatischen Nationalmannschaft hängen in Matijas Dunders Kleiderschrank. (Bild: miz)

Acht oder neun Trikots der kroatischen Nationalmannschaft hängen in Matijas Dunders Kleiderschrank. (Bild: miz)

Seit er laufen kann, rennt er einem Ball hinterher. Der Bühlerer Matijas Dunder ist begeisterter Fussballspieler – und begeisterter Fan. Acht oder neun Trikots der kroatischen Fussballnationalmannschaft hängen in seinem Kleiderschrank. «Immer, wenn es ein neues Liibli gab, habe ich es mir gewünscht», sagt der 24-Jährige. Sein Fanherz schlägt primär für sein Geburtsland Kroatien. Der Doppelbürger unterstützt aber auch die Schweiz – und andere Länder. «Ich freue mich immer, wenn ein Überraschungsteam es weit schafft.»

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Wenn heute abend um 22 Uhr Brasilien und Kroatien die WM eröffnen, wird er zu Hause in Bühler die Daumen drücken. «Wir schauen alle gemeinsam, Eltern, Schwester, Schwager, Freundin, Kollegen.» Die späten Anspielzeiten verärgern so manchen Fussballfan, nicht Matijas Dunder. «Wir haben Gleitzeit, so kann ich nach einem späten Match auch mal später anfangen zu arbeiten», sagt der kaufmännisch- technische Angestellte.

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Dunder spielt selbst Fussball, seinem Verein FC Bühler ist er über Jahre treu geblieben. Eine Zeitlang trainierte er beim Juniorenteam des FC St. Gallen, er war begabt, träumte vom Profifussball. Doch die Unterrichtszeiten seiner Schule in Bühler waren nicht mit den Trainingszeiten in St. Gallen abgestimmt. Er wollte nicht, dass seine Familie ihm zuliebe nach St. Gallen zieht. «Und mein Talent war wohl nicht ausreichend für eine Profikarriere», sagt Dunder nüchtern. Das sei schon schmerzhaft gewesen. Aber heute habe er einfach nur Freude am Fussball, das sei ihm viel wert. Zweimal die Woche trainiert er mit dem Team des FC Bühler, am Wochenende stehen Spiele an. Und auch sonst verbringt er jede freie Minute auf dem Fussballplatz, um mit Kollegen zu «tschutten».

Doch heute abend wird er vor dem Fernseher sitzen. «Der Stolz ist grösser als die Vernunft, ich tippe auf 1:0 für Kroatien», sagt er und lacht. Kroatien habe eine schlechte Qualifikation gespielt, doch mit dem neuen Trainer sei das Team gut für Überraschungen. «Ab dem Achtelfinal ist alles möglich.» Sein Tip für den Weltmeister? «Das kann ich nicht sagen, es gibt ein paar Teams mit Potenzial.» Am schönsten fände er, wenn ein Aussenseiter gewinnen würde: Belgien, Bosnien, die Schweiz – am liebsten natürlich Kroatien.

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