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Der Stich ins Wespennest

Im November stand der Ausserrhoder SVP-Nationalrat plötzlich im Rampenlicht. Denn er bezeichnete im "Blick" den Teletext als "Internet für Arme". Heute sagt er, es sei ihm darum gegangen, eine Grundsatzdiskussion über die Zukunft des Fernseh-Infodienstens anzustossen.
Patrik Kobler
Der Ausserrhoder SVP-Nationalrat David Zuberbühler glaubt, dass der Teletext ein Auslaufmodell ist. (Bild: Stephanie Sonderegger)

Der Ausserrhoder SVP-Nationalrat David Zuberbühler glaubt, dass der Teletext ein Auslaufmodell ist. (Bild: Stephanie Sonderegger)

Die grossen Schlagzeilen in Bern schreiben üblicherweise andere als er. In diesem November stand der Ausserrhoder SVP-Nationalrat David Zuberbühler aber plötzlich im Rampenlicht. Denn er bezeichnete im «Blick» den Teletext als «Internet für Arme» und plädierte, den Fernseh-Infodienst abzuschaffen. Mit dieser Forderung stach er in ein Wespennest; es hagelte Kritik. «Eine Schnapsidee» gehörte noch zu den freundlicheren Reaktionen.

David Zuberbühler relativiert die Kritik. Die Geschichte habe medial zwar hohe Wellen geworfen, persönlich habe er aber nur einige wenige Reaktionen erhalten. Für Aufsehen sorgte seine Aussage «Internet für Arme». Diese habe er mit einem Augenzwicken getätigt, sagt er. «Ich wollte niemanden persönlich verletzten.» Freilich erhielt er auch Lob; beispielsweise von Jungen, denen der Teletext kein Begriff mehr ist. Und das Magazin «Leader» kürte ihn zur Person des Monats. Der 38-Jährige betont, dass er lediglich eine Grundsatzdiskussion über den Teletext anstossen wollte. Dieses Ziel habe er vollumfänglich erreicht.

Da es sich um ein gebührenfinanziertes Angebot handelt, wollte David Zuberbühler wissen, ob der Teletext aufgrund der technologischen Weiterentwicklung noch Sinn macht. Ursprünglich beabsichtigte er, die Auskünfte im Rahmen der Fragestunde vom Bundesrat einzuholen. Inzwischen hat er sich anders entschieden. Nachdem seine Geschichte im «Blick» publik wurde, habe er eine Flut unterschiedlicher Zahlen zum Teletext erhalten, so David Zuberbühler. Statt einer mündlichen verlangt er nun vom Bundesrat eine schriftliche Antwort mit exakten Angaben. Ende November hat er hierfür eine Einfache Anfrage eingereicht. Der SVP-Nationalrat erkundigt sich unter anderem nach dem Mitarbeiterbestand, den jährlichen Nutzerzahlen sowie deren Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren. Schliesslich möchte er auch wissen, welche jährlichen Vollkosten der Schweizerische Teletext jährlich verursacht.

David Zuberbühler bereut es nicht, den Vorstoss gemacht zu haben: «Meine Aufgabe als Nationalrat ist es, Sachen zu hinterfragen.»

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