Der Seriensieger ist unter Druck

Bazenheid, während mehr als eines Jahres ungeschlagen, bekommt in neuer Umgebung den Gegenwind zu spüren. In der dritten Runde wartet mit Kreuzlingen ein weiterer Aufstiegskandidat.

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Nach dem verhaltenen Saisonstart sind die Bazenheider Routiniers Maurin Gregorin (17) und Beat Schneider (24) gefragt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Nach dem verhaltenen Saisonstart sind die Bazenheider Routiniers Maurin Gregorin (17) und Beat Schneider (24) gefragt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Von einem schwachen Start zu sprechen, wäre vermessen. Trotz­dem kann es nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ausbeute mit einem Punkt aus zwei Spielen nicht ganz den Erwartungen entspricht. Klar, mit Freienbach und Chur 97 haben die Alttoggenburger gegen zwei Teams gespielt, die in der vorderen Tabellenhälfte erwartet werden. Weil Trainer Stefanachi und seine Spieler aber nicht «nur» dem Abstieg entgehen möchten, steigen die Ansprüche automatisch. So betrachtet wird im zweiten Heimspiel gegen Kreuzlingen ein Sieg erwartet, obwohl allen bewusst sein dürfte, dass die Thurgauer am Ende einen Podestplatz belegen werden. Als Nachteil erweist sich, dass nach dem Ausfall von Sven Düring die Decke an gelernten Stürmern dünn ist.

Wattwil Bunt und Neckertal-Degersheim überraschen

Die beiden Drittligisten hätten vermutlich nichts dagegen, wenn die Saison schon zu Ende wäre. Nach ihren überzeugenden Auftaktsiegen belegen sie die Positionen 1 und 2. Diese Erfolge zu bestätigen, wird nicht ganz einfach. Neckertal-Degersheim darf erneut zu Hause antreten. Am Samstagabend heisst der Gegner Zuzwil, der sich in Runde 1 mit 3:2 gegen Eschenbach hinwegsetzte. Letztere sind nun Gast­geber und heissen Wattwil Bunt willkommen. Bei den Zentrumsstädtern hat sich Patric Porchet bereit erklärt, seine Erfahrungen an Jörg Hasler und Jan Rüeger weiterzugeben. Das Dreiergespann an der Linie hat sich gegen Henau bewährt. Bütschwil, der dritte Toggenburger Drittligist, lieferte gegen Absteiger Tobel-Affeltrangen eine vielversprechende Vorstellung ab. Beim 2:3 reichte es aber noch nicht zu Punkten. Nun soll im ersten Heimspiel gegen Flawil zum einen die Leistung stimmen, zum anderen auch die ersten Punkte ins Trockene gebracht werden.

Ebnat-Kappel in den Startlöchern

Länger als andere mussten die Ebnat-Kappler Akteure warten, bis sie auf Punktejagd gehen dürfen. Am Samstagabend ist es so weit. Auf dem Untersand erwarten sie Wil 1a, das vor Wochenfrist Rickenbach mit 3:0 abgeschossen hat. Wie viele Tore schiessen die Kirchberger gegen Henau 2? Nach dem 8:1 gegen Wattwil Bunt 2a erübrigt sich die Frage nach dem Favoriten.

Der Aufstiegsanwärter spielt unter der Woche

Die Frauengemeinschaft Neckertal-Bütschwil hat ihre Fans nicht enttäuscht und ist mit einem 4:0-Sieg gegen Triesen standardmässig gestartet. Nach einer Pause am Wochenende geht es am nächsten Mittwoch gegen Appenzell weiter. Gegen jenes Team, das am Mittwoch Ebnat-Kappel mit 6:3 bezwungen hat. Die Obertoggenburgerinnen ihrerseits finden nur unter erschwerten Bedingungen den Rhythmus, denn sie müssen sich bis am 2. September gedulden, bis der Kampf um Punkte in Ems weitergeht. (bl)