Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Sedel lebt weiter

Im Ausflugsrestaurant Sedel bahnt sich ein Wechsel an. Die langjährige Gastgeberin Heidi Näf-Jäger übergibt das Geschäft einem bewährten Mitarbeiter.
Karin Erni
Heidi Näf übergibt den «Sedel» ihrem ehemaligen Chef de Service Marcel Seeger, der ihn mit seinem Team weiterführt. (Bild: Karin Erni)

Heidi Näf übergibt den «Sedel» ihrem ehemaligen Chef de Service Marcel Seeger, der ihn mit seinem Team weiterführt. (Bild: Karin Erni)

Seit 1989 haben Heidi und Konrad Näf-Jäger erfolgreich auf dem «Sedel» gewirtet. Ehemann Konrad, der ein Baugeschäft besass, vergrösserte den Betrieb kontinuierlich. So wurde die alte Gartenhalle abgerissen und 2005 durch einen Neubau ersetzt. Im Jahr 2006 konnte das neue Selbstbedienungsrestaurant im Garten eröffnet werden. 2015 verstarb Koni Näf und seine Frau musste den Betrieb mit ihren Söhnen weiterführen. Unterstützt wurden sie dabei von Marcel Seeger, der für den Service verantwortlich war.

«Wir haben gut zusammengearbeitet und in dieser Zeit manche Hürde gemeistert»

Wir haben gut zusammengearbeitet und in dieser Zeit manche Hürde gemeistert», sagt Heidi Näf. Gesundheitliche Gründe würden sie nun zwingen kürzerzutreten. Zudem sei ihr Pensionsalter in Sichtweite. «Da ein guter Nachfolger bereitsteht, habe ich beschlossen, ihm den Betrieb zu übergeben.» Sie werde mit Freude weiterhin den Garten pflegen und auch im Restaurant aushelfen, wenn einmal «Not am Mann» sein sollte, sagt Heidi Näf. «Ich erinnere mich gerne an viele wunderschöne Stunden mit lieben Gästen.»

Marcel Seeger will den Betrieb im selben Sinn und Geist weiterführen. Seine Frau hilft ebenfalls Teilzeit im Betrieb mit. Der «Sedel» soll ein Tagesbetrieb bleiben, für Gesellschaften wird auch abends geöffnet. Es wird weiterhin eine gutbürgerliche Küche gepflegt.

Von der Bauernbeiz zum Ausflugsrestaurant

Bis zum Ersten Weltkrieg war das Heinrichsbad eine bekannte Adresse für Kurgäste aus ganz Europa. Der «Sedel» gehörte damals zum Betrieb und hiess «Belvedère». Hier oben wurde den Kurgästen mehrmals am Tag kuhwarme Milch ausgeschenkt. Am 7. Juli 1885 brannten Bauernhaus und Wirtschaft komplett nieder. Sie wurden in der Folge wiederaufgebaut und erhielten den alten Namen «Sedel» zurück.

Seit 1924 ist die Liegenschaft im Besitz der Familie Jäger. Johannes Jäger, der Grossvater von Heidi Jäger, übergab ihn 1954 in die Hände von Hans und Berti Jäger-Bleiker. Sie führten den «Sedel» bis 1961 als einfache Bauernwirtschaft. Weil der Betrieb nicht viel abwarf, entschlossen sie sich, ihn zu renovieren. Die Strategie ging auf. Die Gästezahlen stiegen und das Lokal wurde zu einem beliebten Treffpunkt. Der einfache Spielplatz wurde kontinuierlich zum Kinderparadies ausgebaut. Mitte der 1960er-Jahre entstand die bis heute bestehende Sedel-Berg-Bahn. Es fanden Frühschoppenkonzerte, Musikanlässe, Töfftreffen und Guggen-Monsterkonzerte statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.