Der Schatten der Wahlen

HEMBERG. Am Freitag traf sich die Kreispartei Toggenburg der SVP in Hemberg zur 13. Hauptversammlung im Restaurant Löwen. Noch überwog in der Diskussion das Tagesgeschäft, aber die kommenden Wahlen im Herbst werfen Schatten voraus.

Michael Hug
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Fünf von zwölf Kandidaten der Toggenburger SVP: Toni Brunner, Roman Rauper, Mike Egger, Linus Thalmann und Walter Freund (von links). (Bild: Michael Hug)

Fünf von zwölf Kandidaten der Toggenburger SVP: Toni Brunner, Roman Rauper, Mike Egger, Linus Thalmann und Walter Freund (von links). (Bild: Michael Hug)

Zwei Säle standen am Freitag in Hemberg für ihr Publikum bereit: Die Mehrzweckhalle Dreieggli, wo die Fans des Bergbluemechörlis zu deren Unterhaltungsabend hin strömten, sowie der grosse Saal des «Löwen», wo die Mitglieder der SVP-Kreispartei Toggenburg hin eilten. Derweil der eine, der grössere, bis auf den letzten Platz voll war, hätte es im «Löwen» noch ein paar Fans vertragen. 48 kamen, vom oberen, vom mittleren, vom alten Toggenburg sowie aus dem Neckertal. Dazu drei Nationalratskandidaten, die einen etwas weiteren Weg hatten, ihn aber trotz Unkenntnis der Strassenlage und stellenweisem Glatteis trotzdem gefunden hatten.

Statutenänderung genehmigt

Zu behandeln waren an dieser 13. HV – Frauen und Männer der SVP sind nicht abergläubisch – die üblichen Traktanden: Protokoll, Jahresbericht, Jahresrechnung und eine umfangreiche Statutenänderung. Man schlage gewisse Änderungen bei den Statuten vor, weil man up to date sein wolle, sagte Präsident Mirco Gerig. Zu diskutieren gab dabei jene Ziffer, die die Reihenfolge der Kandidatinnen und Kandidaten bei den Nationalratswahlen festlegen will. Gerig: «Neu soll es so sein, dass die Reihenfolge auf der Liste durch das Abschneiden bei den letzten Wahlen bestimmt wird. So kommt jemand, der es letztes Mal knapp nicht geschafft hat, auf einen vorderen Platz und er muss nicht, weil sein Name mit «Z» beginnt, wieder zuhinterst anstehen.» Diese Angelegenheit gab ziemlich viel zu reden, weil es diverse Anwesende gab, die sich nicht von einer sakrosankten Strategie binden lassen wollten. Schliesslich aber wurde die Statutenänderung inklusive dieser streitbaren Ziffer angenommen.

Die gesunden SVPler

Mirco Gerig präsentierte dann einen Ausblick auf das Jahr, an dessen Ende die Wahlen anstehen. Zu diesem Zweck hatte der Vorstand alle zwölf SVP-Kandidaten aus dem Kanton eingeladen, sich in Hemberg vorzustellen. Dem Aufruf folgte nicht einmal die Hälfte der Angesprochenen, teilweise wegen Unabkömmlichkeit oder wegen Krankheit. So waren denn fünf Kandidaten doch da, «wenigstens die Gesunden», wie Toni Brunner lachend einwarf. Zu den «Gesunden» gehören Mike Egger (neu), Berneck, Walter Freund (neu), Eichberg, Roman Rauper (neu), Gams, Linus Thalmann (Kantonsrat, neu), Kirchberg, und Toni Brunner, Ebnat-Kappel. Als Präsident Gerig die Versammlung schloss und zum offerierten Znacht überging, schlug die Kirche am Dorfplatz 22 Uhr. Da war man im Unterhaltungsprogramm des Bergbluemechörlis gerade mal in der Hälfte des Abends.

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