Der SC Herisau hat nur in Sachen Strafen die Oberhand

Erstligist Herisau verliert gegen den SC Rheintal das letzte Heimspiel des Jahres 0:3. Der Kampf um Rang sechs bleibt eng.

Mea McGhee
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Die Gemüter beruhigen sich nach der Schlusssirene nicht sofort.

Die Gemüter beruhigen sich nach der Schlusssirene nicht sofort.

(Bild: Mea McGhee)

Wer 13 kleine Strafen kassiert – alleine acht davon im Schlussdrittel – muss eine gute Leistung zeigen, um die Chance auf Punkte zu wahren. Dies gelingt dem SC Herisau am Mittwoch gegen Rheintal in keiner Phase des Spiels. Fehlpässe, ungenügende Laufbereitschaft, mangelnde Solidarität und schlechte Angriffsauslösung prägen den Auftritt des Heimteams. Der Gegner spielt zwar nur unwesentlich besser, zeigt sich aber kämpferisch und nutzt die numerische Überzahl im Schlussabschnitt mehrfach aus.

Doppelte Unterzahl wird bestraft

Innert vier Sekunden schickt Schiedsrichter Raskovic in der 45. Minute Herisaus Verteidiger Bleiker und Jeitziner auf die Strafbank. Lange wehren sich die verbliebenen Feldspieler und der gut spielende Torhüter Bauer gegen das 0:1. Doch drei Sekunden vor Ablauf der ersten Strafe trifft Holdener-Rohner, der vergangene Saison für Herisau stürmte.

Weitere Beispiele für Herisaus uninspirierten und teils konfusen Auftritt: Jeitziner wird für ein Puckwegschlagen bestraft und Hausammann rempelt einen Gegner um, als er von der Straf- zur Spielerbank fahren möchte. Er wird dorthin geschickt, wo er gerade herkam. Während diesem erneuten Ausschluss erhöht Breitenmoser mit einem satten Schuss von der blauen Linie auf 2:0 (51.). Und auch beim 3:0 spielt der SCH nicht mit Vollbestand: Captain Popp hat für eine Rangelei einen Zweier kassiert und gegen Hofstetter ist eine Strafe angezeigt. Ein sechster Feldspieler kommt für Rheintal-Goalie Sauter – prompt trifft Obrist zum 3:0 (58.). Letzterer spielt wie Holenstein normalerweise in Rheintals zweiter Mannschaft und bringt am Mittwoch Schwung ins Spiel der Gäste.

Erstmals ohne Gegentreffer

Erwähnenswert ist Herisaus Lattentreffer in der dritten Minute. Die übrigen Abschlüsse sind zu harmlos. Auch die Gastgeber können mehrmals in Überzahl spielen, ein Tor gelingt ihnen jedoch nicht. So feiert der Herisauer Roger Nater als Trainer des SC Rheintal den ersten Shutout in der Meisterschaft und nimmt Revanche für die erlittene 1:3-Heimniederlage.

Spannung im Mittelfeld

Herisau bleibt auf dem fünften Rang und bestreitet morgen Samstag um 17.30 Uhr im Wiler Bergholz die letzte Partie des Jahres. Der EC Wil liegt mit fünf Punkten Vorsprung einen Rang vor Herisau. Das Hinspiel gewann die Mannschaft von Trainer Markus Rechsteiner mit 5:2. Im Mittelfeld der Gruppe Ost ist die Tabellensituation eng: Vier Runden vor Abschluss der Qualifikation liegen vier Mannschaften innerhalb eines Punktes rund um den Strich, dahinter folgt mit fünf Zählern Rückstand der SC Rheintal. Nach der Qualifikation folgen fünf Partien in der Masterround, wobei die besten sechs Mannschaften untereinander spielen und bereits für die Playoff qualifiziert sind. Von den Teams auf den Rängen 7 bis 12 qualifizieren sich zwei weitere Mannschaften für die Playoff-Phase.

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