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Innerrhoden: Säckelmeister Ruedi Eberle will nach Bern

Ruedi Eberle kandidiert für den Nationalrat. Er würde auch gegen seine Regierungskollegin Antonia Fässler antreten.
Jesko Calderara
Bei einer Wahl in den Nationalrat müsste Ruedi Eberle seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Golfplatzes Gonten reduzieren. Bild: PD

Bei einer Wahl in den Nationalrat müsste Ruedi Eberle seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Golfplatzes Gonten reduzieren. Bild: PD

In das Rennen um den einzigen Innerrhoder Nationalratssitz kommt Bewegung. Bereits bekannt war, dass SP-Parteipräsident Martin Pfister am 20. Oktober Nachfolger von alt Landammann Daniel Fässler werden will. Dieser wurde an der diesjährigen Landsgemeinde in den Ständerat gewählt. Daher hat Appenzell Innerrhoden zurzeit keinen Nationalrat. Gestern gab nun Säckelmeister Ruedi Eberle seine Kandidatur bekannt. Er tritt für die SVP an. Ob der Geschäftsführer des Golfplatzes Gonten auch die Unterstützung des einflussreichen Gewerbeverbandes, ist offen. Dieser nominiert erst im August, Interessenten können sich noch bis Ende Juli melden.

Eberle gehört seit 2018 der Regierung an. Zuvor war er regierender Hauptmann des Bezirks Gonten und Grossrat. Aus verschiedenen Gründen strebt er nun den Sprung nach Bern an. «In Innerrhoden hat es Tradition, dass ein Mitglied der Standeskommission im National- oder Ständerat politisiert», betont Eberle. Der Kanton profitiere von solchen Synergien. Abgesehen davon fehle es im Bundesparlament an Unternehmern.

Eberle verweist in diesem Zusammenhang auf seinen breiten beruflichen Rucksack. Ursprünglich absolvierte er eine Ausbildung zum Meisterlandwirt, verfügt dazu über Erfahrungen im Tourismus und in der Wirtschaft. Zudem bereite ihm die Politik nach wie vor grosse Freude, sagt Eberle. Bei einer Wahl in den Nationalrat will er deshalb Säckelmeister bleiben. Ein Problem, diese beiden Ämter zeitlich zu vereinbaren, sieht er mit Verweis auf Daniel Fässler nicht. Im Gegensatz zum Landammann habe er als Säckelmeister weniger repräsentative Aufgaben, sagt Eberle. Auswirkungen hätte der Schritt nach Bern hingegen auf seine berufliche Tätigkeit. Diese könnte er nur noch beschränkt ausführen. Eberle will aber Verwaltungsrat des Golfplatzes bleiben. Seine politischen Anliegen sind deckungsgleich mit jenen seiner Partei. In einer Medienmitteilung bezeichnet der Nationalratskandidat die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes als «höchstes Gut». Zu den Errungenschaften der Schweiz sei Sorge zu tragen. Für Eberle sind zudem attraktive Steuersätze und gute Rahmenbedingungen der Grundstein für eine funktionierende Wirtschaft.

Treten zwei Mitglieder 
der Regierung an?

Möglicherweise wird ein zweites Mitglied der Standeskommission für den Nationalrat kandidieren. Anfang Woche meldete Frau Statthalter Antonia Fässler, die der im Kanton dominierenden CVP angehört, in einem Interview mit dieser Zeitung ihr Interesse am Amt an. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Für Eberle wäre diese Konstellation kein Problem. In Innerrhoden würden Wahlkämpfe grösstenteils fair geführt, betont er.

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