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Letzte Hoffnung für das Teufner Schiesssportzentrum: Ein Ja an der Urne

Die Teufner Bevölkerung befindet am 24. November über drei Vorlagen: Neben dem Voranschlag und einem Investitionskredit für ein Glasfasernetz kommt auch die Zukunft des Schiessportzentrums vors Volk.
Astrid Zysset

Über den Voranschlag 2020 wie auch zwei Sachvorlagen kann die Teufner Bevölkerung am Abstimmungssonntag vom 24. November befinden. Am Mittwochabend informierte der Gemeinderat an einer öffentlichen Versammlung im Lindensaal über die drei Vorlagen.

Hitzigster Programmpunkt: Die Volksinitiative zur Rettung des Schiesssportzentrums (SSZ). Diese fordert, dass die Gemeinde bis zum 31. Dezember 2031 auf die Verzinsung und Amortisation des Darlehens, das die Gemeinde der Genossenschaft des SSZ einst gewährte, verzichtet sowie einen jährlichen Unterstützungsbeitrag von 52000 Franken leistet. So soll der Betrieb der finanziell in Schieflage geratenen Sportanlage gesichert werden. Armin Sanwald, Sprecher des Initiativkomitees, redete den rund 50 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern im Lindensaal ins Gewissen: Die Annahme der Initiative sei vonnöten, damit der Pistolen-Sportschützenverein Teufen seinen Heimatstand nicht verliert und dass auch die Ostschweizer Polizeicorps weiterhin ihre Übungen absolvieren können. «Bitte, gebt dem SSZ eine Chance!» Aktuell ist die Rückzahlung des Darlehens von 955000 Franken noch geschuldet. Zudem sind weitere Fälligkeiten in der Höhe von 155000 Franken gegenüber der Gemeinde offen.

Langfristige Sicherstellung des Betriebs ungewiss

Der Gemeinderat empfiehlt, die Initiative abzulehnen. «Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen. Wie haben das grosse Engagement der Betreiber gesehen», so Gemeindepräsident Reto Altherr. Trotzdem könne er die Initiative nicht gutheissen. Urs Spielmann, Leiter Ressort Finanzen, skizzierte als Zukunftsszenario denn auch, dass mit der Unterstützung der Gemeinde die laufenden Ausgaben der nächsten zehn Jahre gedeckt werden können. Allerdings könnten nur bescheidene flüssige Mittel zurückgelegt werden. So drohe ab dem Jahre 2031 erneut die Zahlungsunfähigkeit. «Für eine nachhaltige Entschuldung und damit einen langfristig gesicherten Betrieb müssten abgesehen von den Unterstützungsbeiträgen von der Gemeinde zusätzliche Mittel generiert werden können», so Spielmann.

Ein Ansatz, den auch die Bürgerinnen und Bürger im Saal gerne verwirklicht gesehen hätten. «Warum zahlt sonst niemand wie beispielsweise die Polizeicorps Beiträge?», hiess es seitens eines Votanten. Sanwald beschwichtigte, dass dies vorgesehen sei. Doch aufgrund der aktuellen Unsicherheit, ob das SSZ überhaupt weiter bestehen könne, wolle sich niemand zu finanziellen Zusagen hinreissen lassen. Wird die Initiative abgelehnt, droht tatsächlich das Aus der Sportanlage. Die Gemeinde würde ihre Forderungen auf dem Rechtsweg eintreiben. Das beinhaltet jedoch auch das Risiko, dass das SSZ Konkurs anmelden würde. Das Gebäude, welches heute als modernste Indoor-Schiessanlage der Schweiz gilt, würde zwangsversteigert und anschliessend wohl abgerissen werden.

Schwarze Null für das Jahr 2020 budgetiert

Der Voranschlag 2020 der Gemeinde Teufen sieht mit einem Ertragsüberschuss von 17300 Franken eine schwarze Null vor. Der Steuerfuss würde bei 2,8 Einheiten belassen. Gegenüber dem Voranschlag 2019 wird mit einem höheren Personalaufwand vor allem bei den Schulen gerechnet. Demgegenüber werden ein tieferer Finanzaufwand und ein höherer ausserordentlicher Ertrag budgetiert. Die Investitionen belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken und betreffen vor allem die Schulliegenschaften, die Wasserversorgung und die Telekommunikation.

Am 24. November kann die Stimmbevölkerung von Teufen zudem noch über einen Investitionskredit in der Höhe von 2,3 Millionen Franken abstimmen. Dieser betrifft die Einführung eines flächendeckenden Glasfasernetz-Angebots bis zum Jahre 2022. Einzelne Gemeindegebiete wurden 2012 bis 2014 bereits erschlossen. Die übrigen Liegenschaften sollen nun auch davon profitieren. Die Gemeinde will einen finanziellen Beitrag leisten, um eine moderne Infrastruktur auf dem gesamten Gemeindegebiet zu gewährleisten. Für die Betreiber wie die SAK und die Swisscom rechnet sich die Glasfasererschliessung nämlich nur in dicht besiedeltem Gebiet.

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