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Der Rehetobler Kinder- und Jugendzirkus Sonjolino gastiert erstmals in einem Zelt

Der Zirkus Sonjolino hat für das 350-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Rehetobel drei Aufführungen geplant. Mit dabei sind elf Kinder und Jugendliche. Die Show steht unter dem Motto «Sonjolinos Museum».
Natascha Arsic
Bei der Hauptprobe perfektionieren die Buben ihren Auftritt. (Bild: Natascha Arsic)

Bei der Hauptprobe perfektionieren die Buben ihren Auftritt. (Bild: Natascha Arsic)

«Achte auf deine Körperhaltung, du musst deinen Arm nach unten ausstrecken.» Valentin Seidlitz, Präsident des Vereins Zirkus Sonjolino, gibt bei der Hauptprobe noch letzte Anweisungen. Einige der Kinder schauen gespannt zu. Nebenan versucht ein Mädchen, ihre Ausführung des Handstands zu perfektionieren.

Der 18-Jährige führt zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Silvan Seidlitz seit Mai 2016 den Zirkus Sonjolino. Für das 350-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Rehetobel sind am Wochenende drei Aufführungen in einem Zirkuszelt auf einer Wiese oberhalb des Schwimmbads geplant. Valentin Seidlitz sagt:

«Der Wunsch nach einem Zelt war schon lange da. Das zu realisieren, war aber nicht einfach.»

Dank Sponsoren konnten sie nun pünktlich zum Jubiläum eins organisieren. Das Zirkuszelt hat Platz für rund 180 Besucher. Die Einnahmen fliessen in die Vereinskasse.

«Sonjolino» ist vom italienischen Wort «sogno» abgeleitet, was übersetzt Traum bedeutet. «Das hat für mich eine grosse Bedeutung. Man kann sich als Kind im Zirkus gewissen Träumen hingeben und diese teils auch verwirklichen», erzählt der 18-Jährige. So sei der Name für den Zirkus entstanden.

Vom Ferienangebot zur Trainingsgruppe

Die Brüder sind mit ihren Eltern vor fünf Jahren von Solothurn nach Rehetobel gezogen. Sie haben zuvor schon bei einem Zirkus mitgemacht. Ein Jahr nach ihrem Umzug beschlossen sie dann, einen eigenen Zirkus für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Anfangs trainierten sie mit ihnen eine Woche lang während der Frühlings- und Sommerferien. Am Ende der Ferienwoche fand jeweils eine Vorführung für die Eltern der Teilnehmenden statt. Da die Nachfrage gross war, bildeten die Brüder eine Gruppe, die sich nun zwei Mal im Monat am Samstagnachmittag trifft. Für ihre Trainings dürfen sie kostenlos die Turnhalle benutzen.

Elf Kinder und Jugendliche sowie vier Leiter sind beim «Sonjolino» dabei. «Jeder von uns hat sein eigenes Spezialgebiet. Meines ist zum Beispiel das Diabolo», erzählt Valentin Seidlitz. Insgesamt gibt es neun verschiedene Disziplinen: Einrad, Trapez, Seiltanz, Jonglage, Diabolo, Vertikaltuch, Vertikalseil, Bodenakrobatik und Trampolinturnen. Mittlerweile können die Leiter aber beim Training aller Artisten mithelfen. Die jüngste Teilnehmerin ist neun Jahre alt, der älteste Teilnehmer ist 14. «Einige Kinder haben bereits Erfahrung im Geräteturnen, andere fangen von null an», sagt Valentin Seidlitz.

Integration ins Dorfleben

Die Aufführung steht unter dem Motto «Sonjolinos Museum». Jeder der Auftritte steht thematisch nämlich im Zusammenhang mit einem Museum, erklärt der 18-Jährige. So malen beispielsweise je drei Buben ein Bild, während einer jeweils am Vertikalseil auftritt. Valentin Seidlitz sagt:

«Durch die Organisation der Show kommen wir mit vielen Personen in Kontakt. Das ist für uns eine gute Integration ins Dorf.»

Auch ziehe das Zirkuszelt Aufmerksamkeit auf sich, sodass immer wieder neugierige Kinder vorbeischauen. Die Gruppe hat «Sonjolinos Museum» bereits im März drei Mal aufgeführt. Seit da hätten sie die Nummern nicht mehr gemeinsam geübt, doch laut Valentin Seidlitz waren alle wieder sehr schnell drin. Die jetzige Vorstellung im Zirkuszelt sei eine Art Upgrade. «Die Stimmung ist sehr gut. Es sitzt zwar noch nicht alles perfekt, aber ich bin zuversichtlich, dass die Auftritte sehr gut klappen werden», sagt der 18-Jährige.

Hinweis: Die Aufführungen finden am Freitag, 06. September, um 19 Uhr, Samstag, 07. September, um 17.45 Uhr und Sonntag, 08. September um 10.45 Uhr statt.

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