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Der Publikumsliebling aus Dicken

ST.PETERZELL. Zum mittlerweile zweiten Mal wurde der britische Schmuckdesigner und Goldschmied Paul Brent aus Dicken in der Ausstellung UNIcréa als Gewinner ausgezeichnet. Das Besondere: Die Plazierung wird nicht durch eine Jury bestimmt, sondern ausschliesslich durch das Publikum.
Nadine Rydzyk
Paul Brent von der Goldschmiede St. Peterzell überzeugte das Publikum der renommierten Kunstausstellung UNIcréa. (Bild: Thomas Geissler)

Paul Brent von der Goldschmiede St. Peterzell überzeugte das Publikum der renommierten Kunstausstellung UNIcréa. (Bild: Thomas Geissler)

Im letzten Jahr war Paul Brent das erste Mal an der UNIcréa, die immer im Ambiente eines Schlosses die Freunde der schönen Künste anlockt, vertreten. «Das war überhaupt der erste Wettbewerb, an dem ich teilgenommen habe», erzählt er. Anders als bei vielen Messen und Ausstellungen ist es schon eine Anerkennung, wenn man zu den 100 ausgewählten Künstlern aus den verschiedensten Bereichen von der Metallkunst über Glas bis zu Holz oder Textilien gehört, die hier ihre Arbeiten präsentieren dürfen. Eine Teilnahme an der UNIcréa setzt eine Bewerbung voraus, auf die im glücklichen Fall eine Einladung erfolgt.

Jedes Jahr gilt es dann, ein Wettbewerbsstück zu einem vorgegebenen Thema eigens für die Ausstellung anzufertigen. «Für mich war das eine gute Gelegenheit, einmal etwas ganz anderes zu machen als das, was ich sonst anfertige», erklärt der Goldschmied, Schmuckdesigner und ausgebildete Diamantenbewerter.

Ein «Ring-Universum»

Zum Thema im vergangenen Herbst «comme dans une bulle» – «Wie in einer Blase» inspirierte Paul Brent zu einem Ring aus Weissgold, auf dem er einen grossen Tansanit sowie Diamanten plazierte. Die zahlreichen Einschlüsse in dem Edelstein erinnern an Sterne am Nachthimmel. «Der Ring stellt ein Universum dar, dass man am Finger tragen kann», erläutert der gebürtige Brite, wie er das ganz Grosse symbolisch in etwas Kleines übertragen hat. Die Idee, und sicher auch die mit viel Zeit, Geld und Aufwand betriebene, präzise Umsetzung zu diesem schmückenden Kunstwerk, honorierten auch die Besucherinnen und Besucher der UNIcréa. Denn hier sind alle stimmberechtigt, die eine Eintrittskarte lösen. «Das ist natürlich besonders schön, wenn man so direkt Rückmeldung erhält, dass es den Menschen gefällt, was man macht», berichtet Paul Brent.

Damit war er automatisch eingeladen, auch an der mittlerweile 20. Ausgabe der UNIcréa in diesem Mai dabei zu sein und zum Thema «artifice», was mit Trick übersetzt werden kann, einen Wettbewerbsbeitrag einzureichen. Von diesem Zuspruch motiviert, interpretierte er das Thema wiederum in der Gestaltung eines Rings als «feu d'artifice»; also Feuerwerk. Der den Nachthimmel symbolisierende Karbonring mit eingelassenen Diamanten als Sterne bildet die Basis, aus der Platinstangen hervorragen, an deren Spitzen verschiedenfarbige Diamanten und Rubine schillern.

Dieses optische Feuerwerk ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch handwerklich herausragend. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner in der Goldschmiede St. Peterzell, dem Edelsteinhändler Lucas Schweizer, hat Paul Brent dafür in eine Lasermaschine investiert. «Damit kann man Schmuck herstellen, der sonst nicht möglich wäre. Denn mit dem Laser können alle Teile zu einem Ganzen zusammengefügt werden, womit das Schmuckstück besonders widerstandsfähig wird», erklärt er.

Interesse am «Feuerwerk»

Der durch die arbeitsintensive Machart und den kostbaren verwendeten Materialien 9500 Franken teure Ring löste wiederum grosses Interesse bei der UNIcréa aus. «Sehr viele Leute haben den Ring anprobiert. Das hat mir sehr gefallen, denn ich finde es gut, wenn nicht alles hinter Glas versteckt ist», berichtet Paul Brent. «Ein Schmuckstück ist etwas sehr Emotionales, zu dem man eine persönliche Verbindung aufbaut, genauso wie zu demjenigen, der es hergestellt hat.» Diese Verbindung und individuelle Besonderheit der einzelnen Stücke ist Paul Brent in seiner Arbeit ohnehin wichtig. «Ich bin der Meinung, Schmuck ist nicht praktisch, sondern etwas ganz Besonderes», kommentiert er. Der Grossteil seiner Schmuckstücke sind individuelle Auftragsarbeiten vom Verlobungs- oder Ehering hin zu speziellen Schmuckkreationen.

Sein kreatives Engagement zur Teilnahme an der Ausstellung hat sich jedenfalls schon jetzt für ihn bezahlt gemacht. Nachdem er vom Publikum auch für sein «Feuerwerk» mit dem ersten Platz belohnt wurde, kann er in diesem November erneut an der UNIcréa teilnehmen. Derzeit macht er sich Gedanken darüber, wie er zum Thema «Wie ein neues Leben» überraschen kann. Ausserdem hat ihm der Erfolg der letzten beiden Ausstellungen einen höheren Bekanntheitsgrad verschafft. Mittlerweile schätzt man nicht nur in St. Peterzell und Umgebung seine Arbeit. Es kommen sogar Kunden aus Frankreich, um sich ein Schmuckstück von Paul Brent anfertigen zu lassen.

Ein echtes Feuerwerk aus kostbarsten Materialien. (Bild: Julia Leijola)

Ein echtes Feuerwerk aus kostbarsten Materialien. (Bild: Julia Leijola)

«Wie in einer Blase» packte Paul Brent ein Universum in einen Ring. (Bilder: pd)

«Wie in einer Blase» packte Paul Brent ein Universum in einen Ring. (Bilder: pd)

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