«Der persönliche Bezug zählt»

NIEDERTEUFEN. Ruth und Edi Tanner aus Niederteufen haben am Wochenende ihren Hofladen eingeweiht. Läuft alles gut, möchten sie sich dem regionalen Entwicklungsprojekt in Urnäsch anschliessen.

Martin Brunner
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Ruth und Edi Tanner hoffen auf Erfolg mit ihrem Hofladen. (Bild: Martin Brunner)

Ruth und Edi Tanner hoffen auf Erfolg mit ihrem Hofladen. (Bild: Martin Brunner)

Regionalität ist im Trend. Das wissen auch Ruth und Edi Tanner vom Mühltobelhof in Niederteufen. Seit fünf Jahren verkaufen sie ihre Produkte auf dem Monatsmarkt in Teufen und seit kurzem auch in Heiden. Der Erfolg und die gute Nachfrage haben sie nun motiviert, auf ihrem Biohof im ehemaligen Traktorunterstand in einen Produktionsraum zu investieren. Vorläufig ist dieser aber auch der Hofladen. Fleisch aus eigener Mutterkuhhaltung, selbstgebackene Brote und Zöpfe, von der Floristin Ruth Tanner gestaltete Blumensträusse, Käse aus Urnäsch, Teigwaren aus Speicher, Eier aus Stein, Salate und Gemüse aus dem Rheintal und anderes mehr können sie in einem freundlichen Verkaufsraum präsentieren.

Anschluss in Planung

Im Moment sind die beiden noch etwas unsicher, ob die Kundschaft auch jedes Wochenende zu ihnen auf den Hof fährt. «Wir wollen die Entwicklung abwarten», sagen sie. «Das gilt auch für das regionale Entwicklungsprojekt.» In diesem Bereich haben sie die notwendigen Eingaben beim kantonalen Landwirtschaftsamt vorgenommen. Läuft alles rund, so möchten sie sich den Erlebnisbauernhöfen Urnäsch anschliessen. «Wir haben unsere Interessengemeinschaft in einen Verein umgewandelt», sagt der Präsident Sami Frick. «So ist es möglich, dass andere Interessierte zu uns stossen können.» Die Türen für Neue sind weit offen, denn Sami Frick betont, dass die Urnäscher Höfe vor acht Jahren auch froh um Unterstützung gewesen seien.

Nochmals investieren

Zusammen mit Ruth und Edi Tanner sind fünf Betriebe mit den unterschiedlichsten Angeboten an einem solchen Anschluss an die Urnäscher interessiert. Spruchreif ist dieser aber noch nicht. «Wir müssten zum Beispiel ein Angebot im Bereich Agrotourismus aufbauen», sagen Tanners. «In Frage kämen Brotbackkurse oder Angebote in der Floristik. Wir sind aber dankbar, dass die Möglichkeit besteht, auf diesen gut funktionierenden Zug aufzuspringen.» Geht ihr Plan auf, stehen nochmals Investitionen an. Der neue Laden würde zum Produktions- und Kursraum. Die Bewilligung für einen Laden an der nahen Hauptstrasse haben sie kürzlich bekommen. Im Moment aber freuen sie sich über ihr neues Angebot und jeden Besucher. «Viele informieren sich und schätzen den persönlichen Bezug.»

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