Der Neubau wird 250 Jahre alt

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St. Gallen97 Meter lang, 27 Meter breit: Die Dimensionen der Kathedrale sind eindrucksvoll. Der barocke Neubau wurde während zwölf Jahren von 1755 bis 1767 unter der Leitung von Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach erstellt. Dieses Jahr jährt sich die Errichtung des spätbarocken Baus also zum 250. Mal. Der katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen feiert dieses Jubiläum mit mehreren Anlässen und Neuerscheinungen.

So wird am 16. Mai im Chorraum der Kathedrale eine neue Publikation des Gossauer Autors Ivo Ledergerber mit Bildern von Paul Joos vorgestellt. Die beiden haben sich unter dem Titel «Schön ist sie! Die St. Galler Kathedrale» mit dem prunkvollen Bau beschäftigt. Nicht nur Ledergerber und Joos, auch der Kunsthistoriker Josef Grünenfelder veröffentlicht ein neues Buch zum Thema. Dieses wird am 28. November im Anschluss an die Domvesper vorgestellt. Mit «Die Kathedrale St. Gallen – Das spätbarocke Bauwerk und seine Ausstattung» publiziert Grünenfelder eine kunstwissenschaftliche Aufarbeitung mit viel Bildmaterial, wie es in einer Mitteilung heisst. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist das Pontifikalamt mit Bischof Markus Büchel am 13. August. Die Messe an Mariä Himmelfahrt wird von der Dommusik mitgestaltet, im Anschluss gibt es einen Imbiss.

Gemessen an der Geschichte der Gotteshäuser am Fuss des Stein­achtobels, ist der barocke Neubau noch relativ jung: Dort, wo heute die spätbarocke Kathedrale steht, ist die Existenz von Kirchen schon seit knapp 1400 Jahren überliefert. Auf das Bethaus des heiligen Gallus folgte zur Zeit der Klostergründung 720 eine steinerne Kirche, bereits 90 Jahre später folgte an ihrer Stelle ein grösseres Gotteshaus. Im 15. Jahrhundert bauten Benediktiner-Mönche dann einen gotischen Chor, bevor dann der heutige Bau errichtet wurde. (pd/ghi)