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Der Mars und der Gutenbergdruck

Wissenschaft Was würde wohl ein Druckergeselle in einer Gutenbergdruckerei, der vor ca. 500 Jahren Bücher druckte, antworten, wenn wir ihm heute sagen könnten: Wir wissen, wie sorgfältig du damals die Druckerfarben gemischt hattest und wie viele Seiten pro Tag gedruckt wurden? Er würde nur ungläubig staunen. Doch dann wird der heutige Forscher präziser: Er sagt, wie genau der Drucker sich ans Farbmisch-Rezept gehalten hatte, und ob er fleissig war oder eher mal Pause machte... Die Farbmischungen mussten damals täglich neu zubereitet werden. Der Geselle würde den Besserwisser allenfalls als Hexer bezeichnen.

Machen wir einen Zeitsprung: 1996 landete der Sojourner-Rover weich auf dem Mars und untersuchte auf seinen Touren unter anderem den sogenannten Yogi-Rock-Felsbrocken. Woraus besteht dieser Felsbrocken? Welche Mineralien enthält er? Auf Distanz lassen sich doch Mineralgemische nicht einfach ermitteln oder doch? Das war 1996 möglich mit einem kernphysikalisch arbeitenden Gerät, das Analysen auf Distanz ermöglicht, mit dem Pixe-Apparat. Die zu testende Probe, Druckerschwärze oder Gestein, wird mit Ionen bestrahlt. Es gibt keine Berührung mit dem Material. Diese Apparatur kann auch benützt werden, um wertvolle Schriften chemisch auf ihre Farbpigmente ohne Berührung zu testen, nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ. So fand man zum Beispiel auf Drucken von damals, wie viele Seiten mit der gleichen Druckschwärze-Zusammensetzung pro Tag gedruckt wurden.

Im Weltall kann man keine direkten Analysen durchführen. Die technische Entwicklung von Apparaturen, welche drahtlos Zusammensetzungen messen, sind für die heutige Forschung von unschätzbarem Wert. Was noch erwähnt werden muss: Viele für astronomische Zwecke entwickelte Apparaturen sind auch für irdische Zwecke oft von unschätzbarem Wert. Die astronomische Forschung dient allen ­Bereichen. (hps)

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